Forscher haben eine neue Dinosaurierart entdeckt – Natovenator polydontus. Der Körper der Vertreter dieser Art ähnelte
Rekonstruiertes Erscheinungsbild von Natovenator polydontus. Bild: Sungjin Lee et al., Kommunikationsbiologie
Die Entdeckung wurde beim Studium von Fossilien gemachtÜberreste auf dem Territorium der modernen Mongolei gefunden. Die Forscher konnten ein fast vollständiges Skelett zusammenbauen, das den Schädel, die Wirbelsäule, eine der Vorderpfoten und beide Hinterbeine umfasst. Der Name Natovenator polydontus bedeutet „ein schwebender Jäger mit vielen Zähnen“ und spiegelt die Vorstellungen von Paläontologen über das Aussehen und die Gewohnheiten eines uralten Raubtiers wider.
Basierend auf der Struktur des Skeletts, Wissenschaftlerrekonstruierte das Aussehen des Dinosauriers. Es hatte einen langen Hals, der an moderne Gänse erinnert, und einen stromlinienförmigen Körper mit zum Schwanz weisenden Rippen, ähnlich wie bei modernen Wasservögeln. Diese evolutionären Merkmale deuten auf die Fähigkeit eines Raubtiers hin, unter Wasser zu tauchen und mit einem beweglichen Hals nach Beute zu greifen, glauben die Autoren der Studie.
Rekonstruiertes Skelett von Natovenator polydontus und Rippenstruktur von Wasservögeln (e-i) und Landstrauß (j). Bild: Sungjin Lee et al., Kommunikationsbiologie
Darüber hinaus fanden die Forscher eine ungewöhnlichedas Verhältnis von Zähnezahl und Kiefergröße: es sind zu viele. Dies weist darauf hin, dass sich das Tier von Fischen und Insekten ernährte. Genauere Daten werden durch die Analyse der versteinerten Überreste des Mageninhalts des Raubtiers gewonnen.
Die Forscher merken an, dass die neue Entdeckung dazu beitragen wird, die Evolution von Tieren der Kreidezeit und die Anpassung von Tieren an Umweltbedingungen besser zu verstehen.
Weiter lesen:
Restauriertes Aussehen einer mittelalterlichen Frau, die an Syphilis litt
Gehirnfressende Amöbe breitet sich in den USA aus: Gefahr für Russland
Das uralte Geheimnis des Genoms wird gelüftet: was unsere DNA so viele Jahre lang verborgen hat