In Russland wurde ein künstliches Ohr für einen Roboter geschaffen

Das russische Unternehmen Promobot, Hersteller von Servicerobotern und Einwohner von Skolkowo, hat eine Sonderversion entwickelt

Mikrofonarray, das die Funktionen übernimmtOhren für einen Roboter. Mit dem Gerät hören und erkennen Roboter menschliche Sprache an lauten Orten – einem Flughafen, einem Multifunktionszentrum oder einem Einkaufszentrum. Das Array umfasst einen Komplex aus acht Mikrofonen und einen Softwarealgorithmus. Es gibt keine Analoga auf dem Robotikmarkt.

Entwicklung und Test dauerten ein ganzes Jahr - abJanuar 2020. Das Mikrofonarray besteht aus acht Mikrofonen, die als Außenohr im menschlichen Körper fungieren. Mit ihrer Hilfe erkennt der Roboter Geräusche in einer Entfernung von bis zu 2 m, der Erfassungsbereich beträgt wie bei einem Menschen 360 Grad. Der Algorithmus ermöglicht die Erfassung analoger Daten von Mikrofonen, deren Umwandlung, Echokompensation und Datenübertragung. Das Programm "trennt" menschliche Sprache von Lärm - genau wie das Innenohr in unserem Körper funktioniert. Dann erkennt der Algorithmus Phrasen, dank derer der Roboter in einen Dialog eintritt. Im Gegensatz zu Sprachassistenten, die nur auf die klare Sprache einer Person reagieren, reagiert Promobot auf alle Geräusche - und sucht bereits „drinnen“ nach einer menschlichen Stimme, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Foto: Promobot

Im Gegensatz zu anderen Systemen SpracherkennungPromobot hängt praktisch nicht von der Entfernung ab: Im Laufe des Jahres ist der Prozentsatz der Erkennung in einer Entfernung von 1 m vom Roboter von 25 auf 75% gestiegen - dreimal. Dies ist der weltweit höchste Indikator für Serviceroboter und bringt laut Entwicklern das Mikrofonarray so nah wie möglich an das menschliche Ohr.

Foto: Promobot

„Merkmale der Spracherkennung im DienstRobotik besteht darin, dass unsere Geräte in überfüllten Bereichen eingesetzt werden. Mikrofone in Smartphones, Kopfhörern und intelligenten Lautsprechern seien persönliche Geräte; sie seien nur für die Zusammenarbeit mit dem Besitzer konzipiert, oft nur zu Hause, sagt Oleg Kivokurtsev, Entwicklungsleiter bei Promobot. „Anders als ein Smartphone arbeitet der Roboter in schwierigen, lauten Umgebungen – einem Flughafen und einem Einkaufszentrum. Er muss die Sprache einer Person nicht nur hören – das ist gar nicht so schwer –, sondern sie auch verarbeiten und erkennen, so wie es das menschliche Ohr tut. Genau daran hat unser Team im letzten Jahr gearbeitet.“

Das Gerät wurde im Herbst 2020 patentiert. Chinesische Roboterhersteller interessieren sich für das Mikrofonarray - das russische Unternehmen plant, das Gerät im Januar 2021 zu verkaufen.

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