Antiker Meteoritenkrater unter Weinberg in Frankreich gefunden

Forscher der Goethe-Universität Frankfurt untersuchten eine geologische Formation, die einer Spur ähnelt

Meteoriteneinschlag im Weinberg Domaine du Météore. Die Analyse des Gesteins und des Magnetfelds bestätigte, dass dieser Krater tatsächlich durch den Einschlag entstanden ist.

Der Krater der Domaine du Météore ist relativ kleinAuswirkungen: Sein Durchmesser beträgt nur 200 m und die Tiefe etwa 30 m. Die Seiten des Kraters sind mit verkümmerten Bäumen bedeckt und der Boden ist mit Weinreben bepflanzt. Die Hypothese über den Meteoritenursprung des Kraters wurde in den 1950er Jahren von Geologen geäußert, aber später in Frage gestellt: Zu dieser Zeit hatte diese Formation keinen charakteristischen erhöhten Rand und keine Anomalie des Magnetfelds.

In einer neuen Analyse analysierten deutsche WissenschaftlerGesteinsproben unter dem Weinberg. Mikroanalysen zeigten, dass die dunklen Schichten in einem der Schiefer, die normalerweise nur einen höheren Anteil an Glimmer enthalten, Einschlagadern sein könnten, die durch Zerkleinern und Brechen des Gesteins entstanden sind. Außerdem fanden die Forscher Spuren von Brekzien, den kantigen Gesteinsbrocken, die durch "Zement" zusammengehalten werden und für Einschlagskrater charakteristisch sind.

Gesteinsanalyse unter dem Mikroskop. Die Eisenoxid-Mikrosphäre enthält Spuren von geschmolzenem Gestein und "Mikrodiamanten". Bild: Frank Brenker, Goethe-Universität Frankfurt

Weitere Forschungen zeigten, dass die magnetischedas Erdfeld im Krater ist etwas schwächer als in der Umgebung. Dies ist typisch für Einschlagskrater, da der Einschlag das Gestein aufbricht oder sogar schmilzt und seine Remanenz verringert. Mithilfe starker Magnete, die an der Platte befestigt waren, fanden die Wissenschaftler winzige Kugeln aus Eisenoxid mit einem Durchmesser von bis zu 1 mm und „Mikrodiamanten“ – winzige Kugeln, die durch hohen Druck während eines Meteoriteneinschlags entstanden sind.

Zahlreiche Bestätigungen bleiben ausZweifel, sagen Wissenschaftler. Dies deutet darauf hin, dass der Krater Domaine du Météore tatsächlich durch einen Meteoriteneinschlag entstanden ist. Die neue Formation ergänzt eine kleine Anzahl bekannter Krater. Bisher sind in Westeuropa nur drei solcher Spuren bekannt: eine in Frankreich und zwei in Deutschland.

Meteorkrater auf der Erde sind ziemlich selten.Obwohl unser Planet in der Vergangenheit ständig von Objekten aus dem All getroffen wurde, sind die meisten Spuren solcher Kollisionen längst verschwunden. Aktive Boden- und Gesteinserosion sowie tektonische Bewegungen lithosphärischer Platten verändern das Relief und glätten die Folgen vergangener Ereignisse.

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Auf dem Titelblatt: der Weinberg der Domaine du Météore an der Stelle des Einschlagskraters. Bild: Frank Brenker, Goethe-Universität Frankfurt