Astronomen haben eine ungewöhnliche Beschleunigung in einem potenziell gefährlichen Asteroiden entdeckt

Ein Forscherteam unter der Leitung von Sean Marshall, einem Planetenforscher am Arecibo-Observatorium in Puerto Rico,

untersuchte den potenziell gefährlichen Asteroiden Phaetonim Vorfeld einer von der Japan Aerospace Exploration Agency geplanten Mission. Beobachtungsergebnisse zeigten, dass sich die Rotation des Himmelsobjekts ständig beschleunigt.

Verwendung von Daten aus Weltraumbeobachtungen„stone“ bauten Wissenschaftler von 1989 bis 2021 ein Modell, um die Form des Phaeton in Vorbereitung auf die Mission zu bestimmen. Zur Überraschung der Forscher stimmten die Ergebnisse der Simulation nicht mit den neuesten Beobachtungen überein: Die Zeiten, in denen das Objekt im Modell heller leuchtete, stimmten nicht mit der tatsächlichen Veränderung der Leuchtkraft des Asteroiden überein.

Asteroid Phaeton im Jahr 2017. Bild: Kobalts, CC BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons

Die Forscher vermuteten, dass dies der Fall sein könntedadurch erklärt, dass sich die Rotationsperiode des Phaeton einige Zeit vor den Beobachtungen im Jahr 2021 leicht geändert hat. Die wahrscheinlichste Ursache: kometenartige Aktivität während des Durchgangs des Perihels (der sonnennächste Punkt der Umlaufbahn). Tatsache ist, dass sich der Asteroid unserem Stern in einer Entfernung von bis zu 21 Millionen km nähert – doppelt so nah wie Merkur.

Das fanden die Forscher am bestenreale Beobachtungen beschreiben ein Modell, bei dem die Rotationsperiode um 4 ms pro Jahr abnimmt. Die Forscher stellen fest, dass, obwohl bis heute mehr als eine Million Asteroiden entdeckt wurden, darunter über 30.000 erdnahe Objekte, Phaeton erst das elfte Beispiel für eine Änderung der Rotationsgeschwindigkeit unter Asteroiden ist. Außerdem ist er der größte von ihnen.

Dopplerbilder von Phaeton mit Verzögerung,aufgenommen mit dem Planetenradarsystem des Arecibo-Observatoriums im Dezember 2017. Bild: Taylor et al. 2019, Planeten- und Weltraumwissenschaft

Phaeton ist ein erdnaher Asteroid mit einem Durchschnittetwa 5,4 km im Durchmesser. Obwohl aktuelle Simulationen darauf hindeuten, dass das Risiko einer Kollision dieses Objekts mit der Erde minimal ist, könnte eine kleine Änderung der Umlaufbahn eines so großen Objekts möglicherweise in der Zukunft zu einer gefährlichen Kollision führen.

Japan Aerospace Exploration Agencyplant, die Mission DESTINY+ 2024 zum erdnahen Asteroiden Phaeton zu schicken. Das Raumschiff muss vier Jahre später – im Jahr 2028 – hochfliegen und möglicherweise auf dem Objekt landen. Das verfeinerte Modell der Rotation des Objekts wird den Forschern helfen zu verstehen, welche Regionen während des Durchgangs des Raumfahrzeugs von der Sonne beleuchtet werden, und die Mission besser planen.

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Titelseite: Künstlerische Illustration eines Asteroiden, der sich der Erde nähert