Astronomen haben einen Weißen Zwerg gefunden, auf dessen Oberfläche Helium brennt

Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik hat dies untersucht

ungewöhnliches Doppelsternsystem [HP99] 159.Die Analyse ergab, dass der Weiße Zwerg in diesem System nicht Wasserstoff, sondern Helium auf seiner Oberfläche ansammelt. Wenn es etwa 1,4 Sonnenmassen erreicht, ist es wahrscheinlich, dass es als Supernova vom Typ Iax explodiert.

Entdeckt wurde das System dank der hellen,ultraweiche Röntgenstrahlen, die als Ergebnis der Kernfusion von ausgetretenem Gas nahe der Oberfläche eines Weißen Zwergs entstehen. Es ist seit den 1990er Jahren bekannt, als es erstmals mit dem ROSAT-Teleskop, zuletzt mit XMM-Newton und jetzt mit eROSITA beobachtet wurde.

Astronomen verwendeten dazu ein optisches TeleskopIdentifizieren Sie die Strahlungsquelle in der Großen Magellanschen Wolke. Die Analyse zeigte, dass das Emissionsspektrum hauptsächlich Helium-Emissionslinien enthält, die von der Akkretionsscheibe ausgehen, die den Weißen Zwerg umgibt. Diese Beobachtung zeigt, dass der Begleitstern, von dem das Material zum Weißen Zwerg fließt, keine Wasserstoffhülle hat.

Sterne ohne Wasserstoffschalen, wie zder in [HP99] 159 gefundene Begleitstern sind ein wichtiger Zwischenschritt im Lebenszyklus von Doppelsternen, der in etwa 30% solcher Systeme vorkommen sollte. Es sollte viele solcher Sterne geben, aber bisher wurden nur wenige beobachtet.

Julia Bodensteiner, Co-Autorin der Studie an der Europäischen Südsternwarte

Das [HP99] 159-System kann seinVorläufer einer Supernova vom Typ Iax, fügen Wissenschaftler hinzu. Bisher gab es kein klares Verständnis dafür, wie diese Art von Explosionen entstehen, die im Vergleich zu Supernovae vom Typ la weniger hell sind. Unsere Messungen zeigen, dass eine kontinuierliche Heliumverbrennung in Weißen Zwergen auch bei geringeren Akkretionsraten als theoretisch vorhergesagt möglich ist. Die gemessene Leuchtkraft von [HP99] 159 ist etwa 10-mal geringer als nach der kanonischen Norm erwartet, während die gemessene Röntgentemperatur genau im erwarteten Bereich des stabilen Heliumbrennens liegt.

Beobachtete Röntgenhelligkeitdeutet darauf hin, dass das Verbrennen von Helium, das auf die Oberfläche eines Weißen Zwergs fällt, durch seine schnelle Rotation stabilisiert wird, was eine endgültige Supernova-Explosion im System wahrscheinlich macht.

Norbert Langer, Professor am Argelander-Institut für Astronomie und Co-Autor der Studie

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Auf dem Cover: künstlerische Darstellung des dualen Systems. Bild: Komposition: F. Bodensteiner; Hintergrundbild: ES