Astronomen zeigen den berühmtesten Nebel in einem neuen Licht

Astronomen haben mehr über das Innenleben des Krebsnebels erfahren als je zuvor. Ergebnisse

Studien zur Veröffentlichung angenommenin der Zeitschrift Nature Astronomy (Vorabdruck hier verfügbar) ermöglichte es Astronomen, mehr über den Krebsnebel zu erfahren und neue Fragen für zukünftige Beobachtungen zu stellen.

Credit & Copyright: X-ray (IXPE: NASA), (Chandra: NASA/CXC/SAO)
Bildverarbeitung: NASA/CXC/SAO/K. Arkan und L. Frattare

IXPE-Daten zeigten, dass das MagnetfeldDer Krebsnebel ähnelt jenen Nebeln, die man manchmal in der Hülle eines Supernova-Überrests findet. Sie werden durch Winde angetrieben, die vom zentralen Pulsar erzeugt werden. Es liegt 6.500 Lichtjahre von der Erde entfernt. Was die Autoren der neuen Studie jedoch überraschte, war die Region der Turbulenzen im Magnetfeld des Krebsnebels. Sie erwiesen sich als fleckiger und asymmetrischer als erwartet.

„Das ist ein klares Zeichen dafür, dass es noch komplexer wirdModelle, die in der Vergangenheit mit fortschrittlichen numerischen Methoden entwickelt wurden, erfassen die Komplexität dieses Objekts nicht vollständig“, erklärt Niccolò Bucciantini, Hauptautor der Studie und Astronom am Arcetri-Observatorium in Florenz, Italien.

Der Krebsnebel enthält ein donutförmiges Magnetfeld, das von IXPE beobachtet wurde. 
Orangefarbene Linien betonen seine Form.Sie werden einem zusammengesetzten Bild überlagert, das aus Daten des Chandra-Röntgenobservatoriums (blau und weiß), des Hubble-Weltraumteleskops (lila) und des Spitzer-Weltraumteleskops (rosa) erstellt wurde. Quelle: Magnetfeldlinien: NASA/Bucciantini et al;  Röntgenlicht: NASA/CXC/SAO; optisches Licht: NASA/STScI; Infrarotlicht: NASA-JPL-Caltech

Ein beliebtes Studienobjekt unter Astronomen,Der Krebsnebel entstand durch eine im Jahr 1054 dokumentierte Supernova-Explosion. Die Explosion hinterließ ein dichtes Objekt – den Krebspulsar. Seine Länge entspricht etwa der Größe der Manhattan-Insel und seine Masse ist so groß wie die von zwei Sonnen. Die chaotische Mischung aus Gasen, Stoßwellen, Magnetfeldern sowie hochenergetischem Licht und Teilchen, die vom rotierenden Pulsar ausgehen, schafft eine bizarre Umgebung, die noch nicht vollständig verstanden ist.

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Quellen: NASA, ESA, J. Hester und A.Loll (Arizona State University), Public Domain, über Wikimedia Commons (Foto 1); Röntgen (IXPE: NASA), (Chandra: NASA/CXC/SAO), Bildverarbeitung NASA/CXC/SAO/K. Arkan und L. Frattare (Foto 2)