In vielen Galaxien in der Nähe der Milchstraße hat die Sternentstehung längst aufgehört.
In dem Teil des Kosmos, den wir bewohnen, inDie meisten großen Galaxien werden schon lange nicht mehr als neue Sterne geboren, erklären Wissenschaftler. Mit leistungsstarken Beobachtungswerkzeugen können Sie in die Vergangenheit des Universums zurückblicken, Galaxien finden, deren Licht seit Milliarden von Jahren zur Erde wandert, und herausfinden, warum die Geburt neuer Sterne irgendwann aufhört.
Astrophysiker nutzten ForschungsdatenDer Sloan Digital Sky Survey, der mehrere Millionen Galaxien anhand von Beobachtungen des Apache Point Observatory in New Mexico katalogisiert hat. Ergänzend zu diesen Beobachtungen mit Daten des Radioastronomienetzwerks ALMA fanden die Forscher die sieben Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernte Galaxie SDSS J1448+1010, die vor kurzem die Sternentstehung eingestellt hatte und noch genügend Brennstoff für die Geburt neuer Sterne hatte.
Ein Infrarotbild der Galaxie SDSS J1448+1010 und eine Analyse des von ihr ausgestoßenen Kohlenmonoxidschweifs. Bild: Justin S. Spilker et al., The Astrophysical Journal Letters
Eine detaillierte Studie dieser Galaxie mitDas Hubble-Weltraumteleskop zeigte einen ungewöhnlichen gasförmigen "Schweif", der aus ihm herauskam. Anhand von Computersimulationen und Beobachtungen fanden die Wissenschaftler heraus, dass eine solche Struktur nur durch eine Kollision zweier Galaxien entstanden sein könnte. Die starke Gravitationskraft dieses Prozesses riss die Sterne auseinander und schleuderte einen Gasstrom in eine Entfernung, die doppelt so groß war wie die Milchstraße.
Es ist die Freisetzung von kaltem Gas aus der GalaxieWissenschaftler gehen davon aus, dass ihm dadurch Treibstoff für die Entstehung neuer Sterne entzogen wird. Sie stellen fest, dass der Rest der Galaxie bis auf die Gasspur genauso aussieht wie die anderen, ihre Struktur weist keine Anzeichen eines Einschlags auf. Das bedeutet, dass der Gasschweif in etwa 200 Millionen Jahren, wenn er sich auflöst, genauso aussehen wird wie andere tote Galaxien.
Dies bedeutet, dass möglicherweise in der Vergangenheit viele Objekte in unserer Nähe ähnliche Kollisionen überstanden haben, von denen es keine Spur gibt, schließen Astrophysiker.
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Auf dem Titelbild: Sternentstehungsgebiet N11B in der Großen Magellanschen Wolke. Bild: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (AURA/STScI)