Big-Data-Analyse entlarvt den Mythos der 21-Tage-Gewohnheitsbildung

Forscher des California Institute of Technology, der University of Chicago und der University of Pennsylvania

nutzte maschinelles Lernen, um große Datensätze über das Verhalten Zehntausender Menschen zu analysieren. Sie untersuchten, wie lange es dauert, eine bestimmte Gewohnheit zu entwickeln.

Wissenschaftler haben sich auf zwei Arten von Gewohnheiten konzentriert:regelmäßige Bewegung und Händewaschen durch Krankenhauspersonal. Um Trainingsdaten zu sammeln, verfolgten die Forscher vier Jahre lang 30.000 Mitglieder einer Kette von Fitnesscentern. Wissenschaftler sammelten Informationen über 12 Millionen Besuche. 

Die Forscher analysierten auch die ErgebnisseBeobachtungen für 3.000 Krankenhausangestellte für etwa 100 Schichten. Das Unternehmen, das die Daten für die Studie zur Verfügung gestellt hat, verwendete RFID-Technologie (Radio Frequency Identification), um das Händewaschen in Krankenhäusern zu überwachen. Der Gesamtsatz enthielt mehr als 40 Millionen Datensätze.

Das ist eine weit verbreitete VorstellungEs dauert 21 Tage, um eine gute oder schlechte Gewohnheit zu entwickeln. Die Ergebnisse der Analyse der gesammelten Daten zeigten jedoch, dass dies nicht der Fall war: Es dauert Monate, bis man sich angewöhnt hat, ins Fitnessstudio zu gehen, und Wochen, um sich im Krankenhaus die Gewohnheit anzueignen, sich die Hände zu waschen.

Die Studie zeigte auch, dass die Tageszeit,wenn eine Person Sport trieb, hatte keinen Einfluss auf die Bildung einer stabilen Gewohnheit. Aber für 76 % der Besucher bestand ein Zusammenhang zwischen der Zeit, die seit dem letzten Besuch vergangen war, und der Wahrscheinlichkeit einer Gewohnheitsbildung. Mit anderen Worten, je mehr Zeit vergangen ist, seit der Besucher das letzte Mal das Fitnessstudio besucht hat, desto unwahrscheinlicher ist es, dass es zur Gewohnheit wird.

Das haben Sie vielleicht schon gehörtGewohnheit dauert etwa 21 Tage, aber diese Schätzung basiert nicht auf wissenschaftlichen Beweisen. Unsere Arbeit stützt die Idee, dass die Geschwindigkeit der Gewohnheitsbildung vom Verhalten einer bestimmten Person und vielen anderen Faktoren abhängt.

Colin Camerer, Co-Autor der Studie am Caltech

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