Biologen entdecken eine Blume, die nach toten Insekten riecht

In einer neuen Studie haben Biologen einen interessanten Mechanismus der Selbstbestäubung bei der Pflanzenart Aristolochia microstoma beschrieben. Er

setzt eine Mischung aus flüchtigen Substanzen freiAlkylpyrazine. Im Allgemeinen setzen Pflanzen diese Stoffe in der Natur selten frei. Auch Alkylpyrazine selbst werden bei der Zersetzung toter Insekten freigesetzt. Daher lockt der Geruch dieser Stoffe Leichenfliegen der Gattung Megaselia an. Sie ernähren sich von Aas.

A. microstoma-Blüten sind halb im Boden vergraben (A) oder unsichtbar zwischen der Streu (B) oder Steinen (C, D). Credit: T. Rupp, B. Elschlegel, K. Rabich und andere

Einmal in einer Blüte, fangen Fliegen an, sich dort zu legenEier. Gleichzeitig geraten sie jedoch in die Falle der Pflanze, die sie nicht wegfliegen lässt. Um daraus herauszukommen, müssen Fliegen Pollen auf die Narbe des Stempels übertragen. Erst dann öffnet sich die Blüte und die Insekten gewinnen Freiheit.

4 bis 6% der blühenden Pflanzen verwenden„Täuschende Bestäubungsstrategie“: Sie nutzen Geruch und Farbe, um bestäubende Insekten anzulocken. Die täuschende Bestäubung ist bei vielen Orchideen üblich, hat sich aber auch bei anderen Pflanzen, einschließlich der Gattung Aristolochia, unabhängig entwickelt.

Lesen Sie auch

Hohes Wachstum, fehlende Zähne, neue Knochen: Was ist mit dem menschlichen Körper in hundert Jahren passiert?

In Australien wurde eine riesige Motte gefunden. Ihre Flügelspannweite beträgt 25 cm

Physiker haben ein Analogon eines Schwarzen Lochs erstellt und Hawkings Theorie bestätigt. Wohin führt es?