Planetenforscher der University of California, Riverside verwendeten detaillierte Modelle des Sonnensystems
Die meisten Umlaufbahnen der Planeten sind nicht rund, sondernExzenter. Sie nähern sich entweder der Sonne oder entfernen sich von ihr. Der Einfluss anderer Objekte auf die Flugbahn des Planetensystems darf nicht unterschätzt werden. Wenn zum Beispiel Jupiter in der gleichen durchschnittlichen Entfernung von der Sonne bliebe und seine Umlaufbahn exzentrischer wäre, dann würde sich die Umlaufbahn der Erde auf die gleiche Weise ändern.
Planeten mit Umlaufbahnen mit unterschiedlichen Exzentrizitäten. Animation: NASA/JPL-Caltech
Optimale Bedingungen für die meisten Lebensformenliegt laut Wissenschaftlern im Bereich von 0 bis 100 °C. Wenn Jupiter dazu führen würde, dass sich Teile der Erde gelegentlich in kürzeren Entfernungen der Sonne nähern, würden Teile der Erdoberfläche, die derzeit unter dem Gefrierpunkt gefrieren, wärmer werden, was zu höheren Temperaturen im bewohnbaren Bereich führen würde.
Wissenschaftler nutzen ihre theoretischen Modelle dazuum die Suche nach potenziell bewohnbaren Exoplaneten zu optimieren. Der traditionelle Ansatz bestimmt die bewohnbare Zone anhand der Entfernung vom Stern. Aber in diesem Fall werden viele andere Faktoren nicht berücksichtigt.
Wissenschaftler zeigten beispielsweise in ihrer Arbeit den EinflussJupiter im Neigungswinkel der Erdachse. Wäre der Gasriese etwas näher bei uns, würde dies zu einer starken Neigungsänderung führen, wodurch es auf der Erde keine günstigen Bedingungen für Leben gäbe.
Solche Details sind im großen Maßstab nur sehr schwer zu beobachten.Entfernung, aber wenn man weiß, wie sich die Planeten im Sonnensystem unter bestimmten Bedingungen verhalten, ist es möglich, die Wahrscheinlichkeit von Lebensbedingungen auf entfernten Exoplaneten abzuschätzen.
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Titelfoto: NASA, ESA, A. Simon (Goddard Space Flight Center) und M.H. Wong (Universität von Kalifornien, Berkeley)