Kokosnuss- und Zitronenmaterial funktioniert sowohl als Klimaanlage als auch als Heizung

Forscher der schwedischen Königlichen Technischen Hochschule haben ein Baumaterial daraus entwickelt

modifiziertes Holz, Kokosnuss und Zitrone. Je nach Temperatur kann es Wärme speichern oder abgeben.

Um ein Biokomposit herzustellen, entfernten die Forscheraus Holzlignin, einer komplexen polymeren Verbindung, die in den Zellen von Gefäßpflanzen vorkommt. Nach diesem Vorgang bilden sich offene Poren in den Wänden der Holzzellen und das Material verliert seine Farbe. Die resultierende Struktur wurde mit von Zitrusfrüchten abgeleitetem Limonenacrylat und Molekülen auf Kokosnussbasis gefüllt.

Beim Erhitzen wird das Limonen-Acrylat-Molekülwerden in ein Biopolymer umgewandelt, das die Festigkeit des behandelten Holzes wiederherstellt und Licht durchlässt. Wenn dies geschieht, werden die Kokosmoleküle im Material eingeschlossen, wodurch Energie gespeichert und abgegeben werden kann.

Veranschaulichung des Herstellungsprozesses von Biokompositen. Bild: Celine Montanari et al., Small

Das Geheimnis des Materials liegt darin, dass die Moleküle,aus Kokos gewonnen, gehen bei einer Temperatur von 24 °C von einem festen Aggregatzustand in einen flüssigen Zustand und umgekehrt über. Der Phasenübergang wird von der Aufnahme oder Abgabe von Wärme begleitet. Daher speichert eine Beschichtung aus einem solchen Material bei Temperaturen oberhalb der „Grenzlinie“ Wärme und gibt sie ab, wenn es kälter wird.

Die Forscher berücksichtigten dies bei Verwendung inIm Wohnungsbau können 100 kg Material etwa 2,5 kWh pro Tag einsparen, um einen Raum zu heizen oder zu kühlen, um eine Innentemperatur von 24 ° C zu halten. Die derzeitige Technologie ist für den Innenbereich geeignet, und die Forscher planen, das Material auch für den Außenbereich, beispielsweise als Gewächshausverkleidung, anzupassen.

Wenn die Sonne scheint, wird das Holztransparent und speichert mehr Energie, und nachts wird es trüb und gibt die tagsüber angesammelte Wärme ab. Dies würde helfen, den Energieverbrauch für die Heizung zu reduzieren und gleichzeitig für ein beschleunigtes Pflanzenwachstum zu sorgen.

Peter Olsen, Co-Autor der Studie

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