Der große Schatz bestand aus einer schillernden Sammlung von Artefakten: zwei Goldohrringen von sehr hoher Qualität
Eine Imitation einer islamischen Münze wurde zu einer Brosche. Bild mit freundlicher Genehmigung © ALSH
Seit Jahrzehnten Amateurarchäologenund professionelle Experten erkundeten gemeinsam die Region Schleswig-Holstein und insbesondere das UNESCO-Weltkulturerbe Haithabu. Der (auf Dänisch) als Haithabu bekannte Ort war die zweitgrößte skandinavische Stadt und zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert für die Wikinger wichtig. Haitabu wurde um 1066 zerstört und aufgegeben, was das Ende der Wikingerzeit in der Region bedeutete. Doch ein oder zwei Jahrhunderte später vergrub jemand absichtlich eine Tasche mit Wertsachen in der Nähe.
Schatzsucher stießen auf die Artefakte, als sie durch ein gut erforschtes Gebiet gingen. Sie meldeten den Fund Experten und ein Team von Archäologen führte Ausgrabungen vor Ort durch.
Eine Auswahl an Silbermünzen, die im Schatz gefunden wurden.
Sie stammen aus der Zeit von König Waldemar II. Bild mit freundlicher Genehmigung © ALSH
Die bemerkenswertesten Gegenstände im Schatz sind zwei.Ohrringe. „Sie sind die neuesten Artefakte und entsprechen den Traditionen byzantinischer Goldschmiedekunst“, erklären die Wissenschaftler. Der Schatz enthielt auch eine Imitation einer islamischen Münze, den Almohaden-Golddinar. Daraus wurde eine Brosche gefertigt. Das Almohaden-Kalifat war eine muslimische Dynastie, die zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert Südspanien und Nordafrika regierte. 30 Silbermünzen, die während der Herrschaft des dänischen Königs Waldemar II. geprägt wurden, deuten darauf hin, dass der Schatz einige Zeit nach 1234 vergraben wurde.
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Titelfoto: Vorderseite eines goldenen Ohrrings im byzantinischen Stil
Bild mit freundlicher Genehmigung © ALSH