Erstellt die weltweit ersten selbstheilenden Abwasserrohre

Experten der University of South Australia testen eine neue Lösung, um den Betonverfall zu stoppen.

Pipelines. Selbstheilender Beton in Form von Mikrokapseln, gefüllt mit Schlamm aus der Wasseraufbereitung (Wasseraufbereitung in Kläranlagen), kann Rohre ohne menschliches Eingreifen reparieren.

Forscher entwickeln Mikrokapseln miteine pH-empfindliche Hülle und einen „heilenden“ Substanzkern, der Alaunschlamm – ein Nebenprodukt von Kläranlagen – und Calciumhydroxidpulver enthält. Die Kombination ist sehr widerstandsfähig gegen mikrobielle Korrosion.

Winzige Granulate werden dem Beton beigemischtletzter Schritt des Mischens, um es vor Bruch zu schützen. Wenn sich der pH-Wert bei steigendem Säuregehalt ändert, setzen die Mikrokapseln Inhaltsstoffe frei, die Korrosion und andere Mikrorisse reparieren.

Ätzende Säure aus schwefeloxidierenden Bakterienim Abwasser führen neben zu hohen Belastungen, Innendruck und Temperaturschwankungen zum Reißen der Rohre und zu einer Verkürzung ihrer Lebensdauer, erklären die Wissenschaftler.

Nach Angaben der Forscher nach einem allmählichenDurch den Austausch von 117.000 km Abwasserrohren in ganz Australien durch Beton- und Verbundstoff-Mikrokapselstrukturen könnte das Land jährlich etwa 1,4 Milliarden US-Dollar bei der Wartung und Reparatur von Rohren einsparen. Darüber hinaus wird die Verwendung von Klärschlamm in den Kapseln die Abfälle aus Kläranlagen reduzieren, die bei der Entsorgung auf einer Deponie jährlich zur Freisetzung von etwa 29,4 Tonnen Kohlendioxid führen.

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