Gefährliche Krankheitserreger „reisen“ auf Mikroplastik und gelangen leicht ins Meer

Die in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlichte Studie ist der erste Beweis dafür, dass Krankheitserreger landen

kann durch Mikroplastik ins Meer transportiert werden. Die Autoren fanden heraus, dass Mikroplastik die Konzentration krankheitsverursachender Krankheitserreger in durch Plastik verschmutzten Meeresgebieten erhöhen kann.

Mikroplastik mit Krankheitserregern

Die Autoren untersuchten die Erreger Toxoplasma gondii,Cryptosporidium (Crypto) und Giardia – Diese können sowohl Menschen als auch Tiere befallen. Diese Krankheitserreger wurden von der Weltgesundheitsorganisation als unterbewertete Krankheitsursachen durch den Verzehr von Schalentieren identifiziert.  Man findet sie im gesamten Ozean.

T.gondii, ein Parasit, der nur in Katzenkot vorkommt, hat viele Meeresarten mit Toxoplasmose infiziert. Es hat auch zum Tod von Seeottern und gefährdeten Arten geführt, darunter Hector-Delfine und hawaiianische Mönchsrobben. Beim Menschen kann Toxoplasmose chronische Krankheiten sowie Entwicklungs- und Fortpflanzungsstörungen verursachen.

Für die Studie führten die Autoren ein Labor durchExperimente, um zu sehen, ob die von ihnen ausgewählten Krankheitserreger im Meerwasser an Kunststoffe binden können. Sie verwendeten zwei verschiedene Arten von Mikroplastik: Polyethylen-Mikroperlen und Polyester-Mikrofasern. Mikroperlen sind häufig in Kosmetika wie Peelings und Reinigungsmitteln zu finden, während Mikrofasern in Kleidung und Fischernetzen zu finden sind.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es an Mikrofasern haftetmehr Parasiten als Mikroperlen, aber beide Arten von Kunststoff können terrestrische Krankheitserreger übertragen. Es wird darauf hingewiesen, dass feine Mikrofaserpartikel in kalifornischen Gewässern weit verbreitet sind und bereits in Schalentieren gefunden wurden.

Die Autoren sagten, dass Plastik Krankheitserregern hilft, leichter ins Meeresleben einzudringen, je nachdem, ob es sinkt oder schwimmt.

Auf der Oberfläche schwimmendes Mikroplastik kannbewegen sich und verbreiten Krankheitserreger über große Entfernungen. Absinkende Kunststoffe tragen zur Konzentration von Krankheitserregern in der benthischen Umgebung – in der Nähe des Meeresbodens – bei. Hier leben Tiere, die Meerwasser filtern, um sich zu ernähren. Dies sind Zooplankton, Schalentiere, Muscheln, Austern, Abalone und andere. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie zusammen mit dem Erreger auch Plastik aufnehmen.

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