Forscher der University of California in Los Angeles haben gezeigt, dass mitochondriale Antioxidantien wirken
Für ihr Experiment nutzten die Wissenschaftlerhumanisierte Mäuse mit menschlichen Immunzellen, die mit HIV infiziert werden können. Sie infizierten Versuchstiere mit dem Virus und behandelten sie mit einer antiretroviralen Therapie bestehend aus Tenofovir, Emtricitabin und Raltegravir. Nach Einnahme der Medikamente erhielt die Hälfte der Mäuse MitoQ zusammen mit ihrem Trinkwasser.
Die Studie zeigte, dass im Vergleich zuBei nicht infizierten Mäusen wurde bei HIV-infizierten Mäusen, die mit der Therapie behandelt wurden, eine mitochondriale Dysfunktion in menschlichen Immunzellen in Gehirn, Herz, Leber, Lunge und Darm beobachtet. Gleichzeitig verringerte sich bei Mäusen, die zusammen mit der Therapie ein Nahrungsergänzungsmittel erhielten, die mitochondriale Dysfunktion in den Organen im Vergleich zu denen, die nur Medikamente einnahmen.
Mitochondrien sind wichtige Zellstrukturendie für das normale Funktionieren aller Körpersysteme wichtig sind. HIV verursacht chronische Entzündungen und Immunstörungen, die zu Organschäden führen. Die Gründe dafür sind unklar, aber es ist bekannt, dass eine mitochondriale Dysfunktion zu Organschäden beiträgt und bei HIV beobachtet wird.
Die Forscher stellen fest, dass die aktuellen Ergebnissesind vorläufig und müssen in klinischen Studien am Menschen validiert werden. Während humanisierte Mäuse ein gutes vorläufiges Modell für die Forschung darstellen, replizieren sie die HIV-Infektion beim Menschen nicht vollständig. Weitere Studien werden zeigen, ob das Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von Komorbiditäten bei einer HIV-Infektion eingesetzt werden kann.
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Titelseite: Eine mit HIV infizierte T-Zelle. Bild: NIAID, UCLA