Astrophysiker haben das erste dreidimensionale Modell des Katzenauges gebaut. Die Studie zeigte, dass die äußere Hülle
Ein planetarischer Nebel entsteht, wennEin sterbender Stern mit Sonnenmasse stößt seine äußere Gasschicht aus und erzeugt eine farbenfrohe, kokonartige Struktur. Der Katzenaugennebel (NGC 6543) ist einer der seltsamsten und ungewöhnlichsten. Es befindet sich in einer Entfernung von mehr als 3.000 Lichtjahren von der Erde im Sternbild Draco.
Hubble-Teleskopbild in hoher Detailgenauigkeitzeigten, dass es aus einer komplexen Verflechtung von Knoten, Kugelschalen und bogenförmigen Fäden besteht. Die mysteriöse Struktur des Katzenauges hat Astrophysiker verblüfft, weil sie nicht durch zuvor akzeptierte Theorien zur Entstehung planetarischer Nebel erklärt werden konnte.
Computersimulationsergebnisse (links) undBild des Hubble-Teleskops des Katzenaugennebels. Bild: Ryan Clairmont (links), NASA, ESA, HEIC und The Hubble Heritage Team (STScI/AURA) (rechts)
Um eine 3D-Struktur zu rekonstruierenNebel verwendeten die Forscher Spektraldaten des San Pedro Martir National Observatory in Mexiko. Beobachtungen haben gezeigt, wie sich Gas im Nebel bewegt. Basierend auf den gesammelten Daten bauten die Wissenschaftler ein dreidimensionales Modell.
Es stellte sich heraus, dass Gasringe mit hoher Dichteum die äußere Hülle des Katzenauges gewickelt. Sie sind jedoch nahezu symmetrisch. Die Forscher modellierten mögliche Gründe für die Bildung einer solchen Struktur: Sie könnte nur durch einen Jet (ein Strom aus hochdichtem Gas, der vom Zentralstern des Nebels in entgegengesetzte Richtungen ausgestoßen wird) erzeugt werden.
Nur Doppelsterne können die Präzession speisenJet in einem planetarischen Nebel, was bedeutet, dass ein solches System im Zentrum des Katzenauges existiert, schlussfolgern die Wissenschaftler. Sie glauben, dass die Änderung der Neigung und Richtung des Strahls im Laufe der Zeit alle im Nebel beobachteten Merkmale geformt hat.
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Titelbild: J.P. Harrington und K.J. Borkowski (University of Maryland) und NASA, gemeinfrei, über Wikimedia Commons