Staubsturm auf dem Mars bildet „terrestrische tropische Wolken“

Kameras an Bord von Mars Express haben Staubstürme aus dem Orbit aufgenommen. Die Studie zeigt, dass trotz

Obwohl es erhebliche Unterschiede zwischen der Erde und dem Roten Planeten gibt, sind ihre Wolkenstrukturen überraschend ähnlich. Dies weist auf ähnliche Prozesse hin, die ihre Entstehung steuern.

In einem in der Zeitschrift Icarus veröffentlichten ArtikelForscher der Europäischen Weltraumorganisation haben Beobachtungsdaten von zwei Staubstürmen analysiert, die sich im Frühjahr 2019 in der Nähe des Nordpols des Planeten ereigneten.

Staubsturm auf dem Mars. Animation: ESA/GCP/UPV/EHU Bilbao

Bilder zeigen diesen MarsstaubStürme bestehen aus regelmäßigen kleinen Wolkenzellen, die wie Körner oder Kieselsteine ​​angeordnet sind. Eine ähnliche Textur ist in Wolken in der Erdatmosphäre zu sehen, die sich in der tropischen Zone bilden.

Solche Texturen entstehen durch Konvektion,wenn heiße Luft aufsteigt, weil sie weniger dicht ist als die sie umgebende kältere Luft. Die beobachtete Art der Konvektion wird geschlossenzellige Konvektion genannt, bei der Luft in der Mitte kleiner Wolkentaschen oder Zellen aufsteigt. Die Lücken im Himmel um die Wolkenzellen herum sind die Wege, die kältere Luft nach unten nimmt.

"Körnige" Wolken auf dem Mars und auf der Erde. Bild des Mars: ESA/GCP/UPV/EHU Bilbao. Erdbild: EUMETSET

Auf der Erde enthält die aufsteigende Luft Wasser,der sich zu Wolken verdichtet. Mit Mars Express aufgenommene Staubwolken zeigen den gleichen Prozess, aber auf dem Mars enthalten die aufsteigenden Luftsäulen Staub, kein Wasser. Die Sonne erwärmt die staubige Luft, wodurch sie aufsteigt und Staubzellen bildet. Die Kammern sind von weniger staubigen Abluftbereichen umgeben. Dies führt zu einem körnigen Muster.

Dank Bildern des Satelliten Mars ExpressWissenschaftler konnten die Höhe von Staubwolken messen, indem sie die Länge ihrer Schatten und den Sonnenstand analysierten. Die Ergebnisse zeigten, dass der Staub etwa 6–11 km über die Planetenoberfläche reichen kann und die Zellen typische horizontale Abmessungen von 20–40 km haben.

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Auf dem Cover: Spiralwolken in der Nähe des Marspols. Bild: ESA/DLR/FU Berlin