E. coli erwies sich als ungewöhnlicherer Organismus als bisher angenommen

E. coli ist vielleicht der am besten untersuchte Organismus auf der Erde. Doch nun haben Wissenschaftler bei E. coli entdeckt

ungewöhnliches Verhalten, das bei Bakterien sehr selten beobachtet wird. Bei einzelligen Organismen wurden Anzeichen bisher unbekannter mehrzelliger Phasen gefunden.

Es stellte sich heraus, dass E. coli nicht immer vorhanden istkann ein einzelliger Organismus sein. Bei Tests von Mikrofluidikgeräten, die lebende Zellen abbilden, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sich einzelne Bakterien von Zeit zu Zeit in Vierergruppen zusammenschließen und „Rosetten“ bilden. Diese Zellstruktur kommt normalerweise nicht in einzelligen Organismen vor, ist jedoch ein wichtiger Schritt bei der Zellteilung in mehrzelligen Organismen.

„Rosetten sind für höhere Organismen wie Säugetiere sehr wichtig. Sie sind es, die Entwicklungsprozesse wie die Embryogenese in Gang setzen“, erklären die Wissenschaftler.

E.Coli lebt im menschlichen Darm und ist dort am nützlichsten. Manchmal kann es jedoch zu einer Lungenentzündung oder einer Lebensmittelvergiftung kommen. Aufgrund seiner Verbreitung und potenziellen Gefahr wird E. coli sorgfältig untersucht, um Möglichkeiten zur Behandlung oder Verhinderung der Ausbreitung der Infektion zu finden.

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Titelbild: E. coli unter dem Mikroskop; Rosetten bilden Ketten (links) und parallele Ketten bilden Biofilme (rechts), Emory University