Es wurden Fossilien „fremder“ Tiere gefunden. Sie ähneln modernen Arten nicht

Vor etwa 460 Millionen Jahren durchstreiften bizarre Kreaturen mit weichen Körpern die Tiefen des Ozeans, der sie bedeckte

Gebiet des heutigen Wales, Großbritannien. Sie bewegten sich mit wellenförmigen, abgerundeten Flügeln und flatternden, stämmigen Beinpaaren und „sondierten“ dabei das Wasser mit ihren mit Stacheln besetzten Schnauzen.

Wissenschaftler haben kürzlich zwei versteinerte Exemplare entdecktdiese alten und eigenartigen Organismen und beschreibt einen von ihnen als neue Art. Die Fossilien wurden in einem walisischen Steinbruch geborgen. Sie sind gut erhalten und geben Einblick in eine Welt, die während der Zeit des Ordoviziums (vor 485,4 bis 443,8 Millionen Jahren) verschwand und von antiken Kreaturen bewohnt wurde.

Fossil des ordovizischen Tieres Mieridduryn bonniae. Sein stacheliger Rüssel ist rechts in Nahaufnahme zu sehen.
Bildnachweis: Pates et al./Nature Communications

Die gefundenen Fossilien ähneln einer Gruppe ausgestorbener FossilienTiere, die als Opabiniiden bekannt sind. Dies entstand vor mehr als einer halben Milliarde Jahren bei der kambrischen Explosion. Damals wurde über einen Zeitraum von 20 Millionen Jahren (ein relativ kurzer geologischer Zeitraum) eine beispiellose Vielfalt an Leben registriert. Wissenschaftler sind sich nicht sicher, ob es sich bei den neu beschriebenen Arten um Opabinianer oder nicht verwandte Doppelgänger handelt.

Wie seine Vorgänger war der NeulingSie wird Mieridduryn bonniae genannt und zeichnet sich durch ihren länglichen Körper aus. Der Gattungsname leitet sich von den walisischen Wörtern für „Brombeere“ und „Schnauze“ (von den stacheligen Stacheln, die die schlauchartige Nase bedecken) und dem Namen der Nichte des Steinbruchbesitzers, „Bonnie“, ab.

Der Illustrator Franz Anthony illustrierte M.bonniae beschreibt die Kreatur als „winzigen außerirdischen Garnelenwurm“. M. bonniae ist nur 13 mm lang. Es hatte keine Augen und unter seinen „Flügeln“ weiche dreieckige Beine mit ringförmigen Segmenten – ein weiteres Merkmal, das mit Opabiniiden assoziiert wird.

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