Biologen haben eine veränderte Aminosäure entdeckt, die nach intensiver körperlicher Betätigung stark im Blut ansteigt.
„Wir alle kennen diese Übungnützlich“, sagte Jonathan Long, Assistenzprofessor für Pathologie an der Stanford University, der die Studie leitete. „Zum Beispiel, um das Körpergewicht und den Glukosespiegel zu kontrollieren. Wir wollten uns dieses Konzept jedoch genauer ansehen, nämlich ob wir körperliche Betätigung anhand molekularer Signalwege analysieren können.“
Zu diesem Zweck nutzten Wissenschaftler die Metabolomikund eine Massenspektrometrietechnik zur Verfolgung der Konzentrationen verschiedener Moleküle in Gewebe- und Blutproben sowie der Art und Weise, wie körperliche Betätigung dazu führt, dass die Konzentrationen bestimmter Moleküle steigen und fallen. Denken wir daran, dass die Metabolomik dabei hilft, einzigartige chemische „Fingerabdrücke“ zu finden, die spezifisch für Prozesse sind, die in lebenden Zellen ablaufen.
Wissenschaftler führten ein Experiment an Mäusen durch,und dann auf Pferden und zwang sie zu körperlichen Übungen. Sie fanden ein mysteriöses Molekül, das nach dem Training aktiv war. Es „ging ins Gehirn“, schreiben Wissenschaftler, und unterdrückte das Hungergefühl. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Mischung aus zwei natürlich vorkommenden chemischen Verbindungen handelt: Laktat und Phenylalanin.
Laktat verursacht bei uns ein brennendes GefühlWir beanspruchen unsere Muskeln bis zur Erschöpfung und Phenylalanin ist eine Aminosäure, die als Baustoff für Proteine dient. Zusammen bilden sie ein Molekül, das Wissenschaftler Lac-Phe nennen. Es wird, wie weitere Studien zeigten, durch das Protein CNDP2 katalysiert, das in Immunzellen sehr aktiv ist. Mäuse, denen dieses Protein fehlte, waren nicht in der Lage, Lac-Phe zu produzieren, daher fraßen sie mehr und nahmen mehr zu als Kontrollen mit normaler CNDP2-Aktivität.
In einem neuen Experiment stellten Wissenschaftler vorLac-Phe-Molekül in einer Gruppe fettleibiger Mäuse. Dadurch verringerte sich ihre Nahrungsaufnahme um etwa 30 %, was wiederum zu einer Verringerung ihres Körpergewichts und -fetts sowie einer verbesserten Glukosetoleranz führte, was zur Vorbeugung von Diabetes beiträgt.
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