Eine Gruppe von Forschern führte ein einzigartiges Gen, ARHGAP11B, in das Gehirnorganoid von Schimpansen ein, das nur bei Schimpansen vorkommt.
Der Schimpanse ist eine der am nächsten verwandten Arten.moderner Mann. Da Experimente an lebenden Affen verboten sind, nutzten die Forscher pluripotente Stammzellen, um winzige Reagenzglasmodelle des Gehirns zu erstellen. Solche Organellen wurden aus den Gehirnen von Menschen und Schimpansen gezüchtet.
Wissenschaftler wissen seit langem, dass das ARHGAP11B-Gen eine Rolle spielteine wichtige Rolle bei der Entwicklung des neuen Kortex (Neokortex) des Gehirns, einem Schlüsselbereich, der für das Denken verantwortlich ist. Allerdings blieb bisher unklar, wie groß die Auswirkungen waren.
3-mm-Abschnitt eines Gehirnorganoids eines Weißbüschelaffen. Stammzellen des Affengehirns sind rot;
und Zellen, die das ARHGAP11B-Gen erhalten haben, sind grün. Bild: Jan Fischer, DPZ
Experimente haben gezeigt, dass die Einführung dieses Gens inAffenorganoid verursacht aktives Wachstum von Neuronen und die Bildung eines großen Neocortex. Wenn umgekehrt ARHGAP11B in menschlichen Gehirnorganellen ausgeschaltet wurde, sank die Anzahl solcher Neuronen auf das Niveau eines Schimpansen.
Wir konnten zeigen, dass ARHGAP11B eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Neokortex während der menschlichen Evolution spielt.
Michael Heide, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Primatenzentrum
Forscher glauben, dass angesichts der hohen RolleGenmutationen darin können verschiedene Fehlbildungen des Neocortex erklären. Vielleicht hilft weitere Forschung nicht nur dabei, die menschliche Evolution zu erklären, sondern auch einen Weg zu finden, solche Krankheiten zu bekämpfen.
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Auf dem Cover: Organoid des menschlichen Gehirns. Bild: Jan Fischer, DPZ