Geoengineering wird das Malariarisiko für eine Milliarde Menschen erhöhen

Dies ist die erste Einschätzung, wie sich Klima-Geoengineering auf die Ausbreitung von Infektionskrankheiten auswirken könnte.

Die Autoren der neuen Arbeit konzentrierten sich aufSolarstrahlungsmanagement (SRM). Wenn wir seine Auswirkungen reduzieren können, wird es den Klimawandel verlangsamen. Ein Vorschlag besteht darin, Aerosole in die Stratosphäre zu injizieren, die das Sonnenlicht reflektieren. Die Beherrschung der Sonneneinstrahlung wird oft als Möglichkeit zur Verlangsamung des Klimawandels diskutiert, doch Forscher haben bisher nicht untersucht, welche Auswirkungen sie auf die menschliche Gesundheit haben könnte.

Ein Team von acht Forschern aus den Vereinigten StaatenStaaten, Bangladesch, Südafrika und Deutschland verwendeten Klimamodelle, um zu verstehen, wie die Übertragung von Malaria in zwei verschiedenen Szenarien erfolgen würde. Der erste liegt bei durchschnittlichen globalen Erwärmungsraten, der zweite bei hohen Raten. Und zwar mit und ohne Geoengineering. Die Autoren ermittelten, welche Temperaturen für die Malaria übertragenden Insekten am günstigsten sind und wie viele Menschen ungefähr in Gebieten leben, in denen Infektionen am häufigsten vorkommen.

Als Ergebnis stellte sich heraus, dass bei einer hohen Erwärmungsrate der Erde und gleichzeitigem Einsatz von Geoengineering die Zahl der Menschen, die eine Chance haben, an Malaria zu erkranken, um eine Milliarde steigen wird.

Christopher Trisos, PhD und Sr.Forscher an der Universität von Kapstadt in Südafrika, stellte 2018 eine Hypothese auf. Demnach erreicht die Malariaübertragung ihren Höchstwert bei 25 °C. Die Kühlung der Tropen durch Geoengineering könnte schließlich das Risiko einer Ausbreitung von Malaria an anderer Stelle erhöhen.

Das Potenzial von Geoengineering zur Verringerung der mit dem Klimawandel verbundenen Risiken ist noch immer kaum verstanden. Dies könnte zu einer Reihe neuer Risiken für Menschen und Ökosysteme führen.

Christopher Trisos, PhD und Senior Research Fellow an der Universität Kapstadt in Südafrika

In beiden Szenarien fanden die Autoren das herausGeoengineering könnte das Malariarisiko auf dem indischen Subkontinent deutlich reduzieren. Doch dieser Schutzeffekt wird dadurch kompensiert, dass das Erkrankungsrisiko in Südostasien steigen wird.

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