Deutscher Satellit macht seine ersten hochauflösenden Farbfotos der Erde

Der Satellit des Deutschen Umweltkartierungs- und Analyseprogramms (EnMap) sendete seinen ersten Mehrfarbenstrahl

Hochauflösende Bilder der Erde. Es kann mehr als 250 Farben verwenden, um aus dem Weltraum genaue Daten zu Wasser, Vegetation und Boden über große Gebiete zu liefern.

Künstlerische Darstellung von EnMap. 
Quelle: OHB System AG, GFZ

EnMap verbrachte fast einen Monat im Weltraum undfotografierte einen etwa 30 km breiten und 180 km langen Streifen über Istanbul in der Türkei. Die Fotos zeigen den Bosporus, der als kontinentale Grenze zwischen der europäischen und der asiatischen Seite des Landes gilt.

Der EnMap-Satellit verwendet ein sehr ausgefeiltes Systemein Hyperspektralinstrument, das derzeit das DLR kalibriert. Die ersten Bilder sind das Ergebnis dieses Prozesses. Sobald die Kalibrierung abgeschlossen ist, ist der Satellit voll einsatzbereit. Es wird damit beginnen, Daten zu sammeln, die die Auswirkungen des Klimawandels aus dem Weltraum zeigen werden.

EnMap ist ein modernes Tool zum SammelnDaten, die Wissenschaftlern auf der ganzen Welt helfen werden, die Auswirkungen des Klimawandels zu dokumentieren. „Die ersten EnMAP-Daten haben gezeigt, wozu der deutsche Umweltsatellit fähig ist“, sagte Sebastian Fischer, EnMAP-Projektleiter bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.  „Aber diese ersten Bilder geben uns bereits einen sehr guten Eindruck davon, was Forscher auf der ganzen Welt erwarten können. Sie zeigen, dass EnMAP einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, die Auswirkungen des Klimawandels zu erkennen und der fortschreitenden Umweltzerstörung entgegenzuwirken.“

Der Satellit erreichte sein erdumkreisendes Ziel am 9. April, acht Tage nachdem er von einer Falcon 9-Rakete aus Cape Canaveral, Florida, gestartet worden war.

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