Google und Huawei versprechen 400 Euro für das defekte Nexus 6P zu zahlen

Bereits im April 2017 reichten Nutzer wegen einer Störung eine Sammelklage gegen Google und Huawei ein

Nexus 6P-Smartphones. Seitdem wurde der Rechtsstreit fortgesetzt, doch nun haben Google und Huawei ihre Bereitschaft erklärt, den Streit beizulegen und den Gerätebesitzern Schadensersatz zu zahlen.

Was ist passiert

Das Nexus 6P wurde 2015 veröffentlicht und war das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Google und Huawei. Genauer gesagt war der Kunde Google und Huawei unterzeichnete einen Vertrag zur Entwicklung und Produktion von Smartphones.

Nach einer Weile begannen sich die Benutzer jedoch zu beschwerenbei Störungen im Betrieb von Gadgets: Sie schalteten sich unabhängig vom Ladezustand des Akkus von selbst aus oder führten einen Neustart durch. Dieses Problem wurde auf eine Überhitzung der Qualcomm Snapdragon 810-Prozessoren zurückgeführt, auf denen das Nexus 6P läuft.

In der Klage heißt es, die Unternehmen wüssten Bescheidüber dieses Problem, reagierte jedoch in keiner Weise und veröffentlichte weiterhin fehlerhafte Smartphones. Allerdings gab es nach einiger Zeit eine Reaktion: Zuerst wurden den Nutzern neue Nexus 6Ps für fehlerhafte Geräte angeboten, dann wurden sie durch Pixel XL ersetzt.

sie beschlossen,

Um den Streit beizulegen, einigen sich Google und HuaweiEntschädigung für Nexus 6P-Besitzer: 400 US-Dollar für jedes defekte Gerät, das am oder nach dem 25. September 2015 gekauft wurde. Wenn Benutzer die erforderlichen Unterlagen nicht vorlegen können, erhalten sie 75 US-Dollar. Wer ein Nexus 6P gegen ein Pixel XL eintauscht, erhält nur 10 $. Die Gesamtsumme der Entschädigung beläuft sich auf 9,75 Millionen US-Dollar.

Dazu muss der Vergleich jedoch vom Gericht genehmigt werden. Das nächste Treffen findet am 9. Mai statt.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Smartphone-Hersteller Kunden für defekte Gadgets bezahlen. LG hat beispielsweise letztes Jahr 425 US-Dollar für jedes fehlerhafte Nexus 5X verschenkt.