Grönländische Eisdecke gemessen mit Glasfaserkabeln und Lasern

Die Verfolgung von Veränderungen in riesigen Eismassen ist der Schlüssel zum Verständnis der Auswirkungen des Klimawandels auf

Forscher in Grönland haben ein neues Instrument entwickelt, das die Genauigkeit solcher Messungen auf ein  noch nie dagewesenes Niveau verbessert hat.Die Technologie verwendet eine Kombination aus Glasfaserkabeln und Laserpulsen, um Temperaturmesswerte vonMit Hilfe eines solchen Systems haben Wissenschaftler ein klares Bild von den Veränderungen, die stattfindenim zweitgrößten Eisschild der Welt.

Die Technologie verwendet ein Glasfaserkabel,der Laserpulse über seine gesamte Länge aussendet, die sich von der Oberfläche des Schildes bis zu seiner Basis erstreckt - 1.000 Meter in die Tiefe. Durch die Analyse der Verzerrung des Streulichts beim Auftreffen der Pulse auf Eis bestimmt das System dessen Temperatur.

Das neue Werkzeug verändert bereits die Vorstellungen von Wissenschaftlern über die Temperaturverteilung in Eisschilden.

Mithilfe von Glasfaserkabeln haben Wissenschaftler eine Methode entwickelt, um die Temperatur des grönländischen Eisschildes genauer zu messen.
Paul Christoffersen und das RESPONDER-Team

Früher glaubte man, dass die Temperatur der Eisschildebewegt sich in einem glatten Winkel. Darüber hinaus befinden sich die heißesten Segmente an der Oberfläche, wo Sonnenlicht einfällt, und auch an der Basis, wo sie durch geothermische Energie und Reibung erwärmt werden, wenn der Eisschild entlang der subglazialen Szene in Richtung Küste gleitet.

Eine neue Studie hat gezeigt, dass die Temperaturdie Varianz ist heterogener. Es zeichnet sich durch räumliche Verformungen aus, die das Eis erhitzen. Sie sammeln sich an den Grenzen zwischen Eis unterschiedlichen Alters und Typs. Vielleicht sind die Verformungen durch vulkanische Emissionen in der Vergangenheit entstanden.

Forscher verlegen Glasfaserkabel auf dem grönländischen Eisschild.
Adam Booth und das RESPONDER-Team

Heute schmilzt der grönländische Eisschild mitmit alarmierender Geschwindigkeit, wobei sich der Massenverlust seit den 1980er Jahren versechsfacht hat und heute mehr zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt als jede andere Quelle. Das Verständnis der Eisbewegung und der thermodynamischen Prozesse unter der Oberfläche wird es Wissenschaftlern ermöglichen, den Schmelzprozess genauer zu modellieren und sich besser auf die Zukunft vorzubereiten.

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