In 99 Millionen Jahre altem Bernstein wurde eine haarige Schnecke gefunden. Sie ist die „Gewinnerin“ der Evolution

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat in einem Stück etwa 99 Millionen Jahre alten Bernsteins eine neue Landschneckenart entdeckt.

Jahre.Das Schneckenhaus zeichnet sich durch kurze, borstige Haare am Rand aus. Die Studie ergab, dass das Vorhandensein von Haaren dem Weichtier während der Evolution einen Vorteil verschaffte und es zu einem „Gewinner“ machte.

Die Länge feiner Haare beträgt nur 150bis zu 200 Mikrometer. Sie wurden auf der Schale der kürzlich entdeckten Art Archaeocyclotus brevivillosus sp. entdeckt. nov., mit klassischer Mikroskopie und 3D-Röntgen-Mikrocomputertomographie.

Dies ist die sechste Art der haarigen Cyclophoridae, einer Gruppetropische Landschnecken, eingebettet in mesozoischen Bernstein. Es ist bemerkenswert, dass die Gehäuse fossiler und moderner Landschnecken oft mit Graten, Haaren, Knötchen oder Falten verziert sind; Allerdings ist die Entwicklung einer solchen „Dekoration“ immer noch ein komplexer Prozess, der in der Regel nicht einfach so geschieht.

Der Rand des Schneckenhauses ist mit winzigen Härchen gesäumt. Foto: Senckenberg

Dank dessen entstanden die Haare auf Schneckenhäuserndie oberste Proteinschicht der Schale (Periostracum). Mehrere Familien von Landschnecken haben haarige Gehäuse. Sie traten im Laufe der Evolution mehrfach unabhängig voneinander bei verschiedenen Arten auf. Sogar in den Gruppen, die nur entfernt miteinander verwandt waren, erklären Wissenschaftler.

Neue Art, Archaeocyclotus brevivillosus,entdeckt in Bernsteinvorkommen aus der Kreidezeit im Hukang-Tal in Burma. Die fossile Schnecke ist 26,5 mm lang, 21 mm breit und 9 mm hoch. Der äußere Rand der Schale ist mit kurzen Haaren bedeckt, die sich um die Öffnung der Schale sammeln.

Die fossile Schnecke ist 26,5 mm lang, 21 mm breit und 9 mm hoch. Foto: Senckenberg

Insgesamt aus burmesischem Bernstein, Wissenschaftlerfanden acht Arten der Familie Cyclophoridae, und sechs von ihnen zeichneten sich durch borstige Schalen aus. Wissenschaftler glauben, dass dies kein Zufall ist. Sie legen nahe, dass die Haarigkeit den Schnecken einen evolutionären Vorteil verschaffte.

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Auf dem Cover: Archaeocyclotus brevivillosus sp. Nov. in Bernstein
Foto: Senckenberg