Forscher der Brown University unter der Leitung von John Capano untersuchten, wie die Prozesse zusammenwirken
Zu sehen, wie sich die Knochen bewegenSchlangen verwendeten Wissenschaftler die XROMM-Technologie. An mehreren Rippen der Boa constrictor wurden Metallmarkierungen angebracht. Röntgenbilder in zwei Projektionen zeigten eine Veränderung der Position der Markierungen. Anhand der gewonnenen Bilder rekonstruierten die Wissenschaftler die Bewegungsabläufe der Rippen.
„Außerdem setzten wir den Schlangen spezielle Helme auf, die den Strom der ein- und ausgehenden Luft maßen, um zu bestätigen, dass die Boas noch atmeten“, sagt Capano.
Boas haben mehr als zweihundert Rippenpaare, dieentlang des gesamten Körpers angeordnet. Normalerweise drehen die Muskeln beim Atmen die Rippen, um Luft hinein- oder herauszudrücken. Wie der Rest der Schlange erstrecken sich die Lungen dieser Reptilien über den gesamten Körper. Wissenschaftler glauben, dass der Teil der Lunge, der dem Kopf am nächsten liegt, für den Gasaustausch verantwortlich ist. Der untere Teil der Lunge hat fast keine Gefäße und ähnelt leeren Beuteln.
Wenn Boas ihre Beute packen, ihren Oberkörperdrückt das Opfer, was bedeutet, dass sich die Rippen an diesen Stellen nicht bewegen können, was die Atmung unterstützt. Beim Schlucken von Beute dehnt sich dieser Körperteil erheblich aus, um ein großes Objekt zu schlucken, und kann sich auch nicht aktiv bewegen.
Die Studie zeigte, dass in diesen Fällen die SchlangeDie Rippen, die sich näher am Schwanz befinden, beginnen zu arbeiten. Die beutelförmigen Teile der Lunge funktionieren dabei wie Bälge, die zum Beispiel zum Pumpen von Luft in einer Schmiede verwendet werden. Die aktive Ausdehnung der unteren Lungenteile führt zum Einziehen von Luft in die Bereiche dieses Organs, in denen der Gasaustausch stattfindet.
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