Hubble zeigte, wie sich die Ringe des Saturn zu verändern begannen

Neue Bilder des Saturn, aufgenommen vom NASA/ESA-Weltraumteleskop Hubble, zeigen den Beginn der „Saison“

Speichen" des Planeten. Zu diesem Zeitpunkt erscheinen auf ihren Ringen geheimnisvolle Streifen. Der Grund für das Auftreten der „Speichen“ sowie ihre saisonale Variabilität müssen von Planetenforschern noch erklärt werden.

Wie die Erde ist Saturn relativ zu ihr geneigtAchse und daher gibt es auch vier Jahreszeiten, obwohl aufgrund der viel größeren Umlaufbahn des Riesenplaneten eine Saison etwa sieben Erdenjahre dauert. Eine Tagundnachtgleiche tritt auf, wenn die Ringe seitlich zur Sonne geneigt sind. 

Wenn am 6. Mai 2025 die Herbst-Tagundnachtgleiche auf der Nordhalbkugel des Saturns näher rückt, werden die Speichen voraussichtlich immer deutlicher hervortreten.

Möglicherweise erscheinen die „Speichen“ aufgrund von VariablenMagnetfeld des Planeten. Sie interagieren mit dem Sonnenwind und erzeugen eine elektrisch geladene Umgebung. Wenn diese geladenen Teilchen auf der Erde in die Atmosphäre gelangen, entstehen Polarlichter. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch die kleinsten Partikel in den Eisringen aufgeladen werden können, wodurch sie vorübergehend über den Rest der größeren Eispartikel und Felsbrocken in den Ringen gehoben werden.

Ringförmige „Speichen“ wurden erstmals Anfang der 1980er Jahre von der Voyager-Mission der NASA entdeckt. Temporäre, kryptische Merkmale können je nach Beleuchtung und Betrachtungswinkel dunkel oder hell erscheinen.

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Titelbild: Bildnachweis: NASA, ESA, Amy Simon (NASA-GSFC); Bildbearbeitung: Alyssa Pagan (STScI)