Eis in der Nähe der Arktis schmilzt neuen Daten zufolge doppelt so schnell

Die Meereisdicke wird durch Messung der Höhe des Eises über dem Wasser bestimmt: Die Daten können durch Schnee verfälscht werden,

die Eisscholle beschweren. Wissenschaftler korrigieren die gewonnenen Informationen anhand einer Karte der Schneehöhen in der Arktis, diese ist jedoch Jahrzehnte veraltet und berücksichtigt den Klimawandel nicht.

In einer neuen Studie haben Wissenschaftler diese Karte ersetztein neues Computermodell, das entwickelt wurde, um die von Jahr zu Jahr variierenden Schneehöhen zu schätzen, und kam zu dem Schluss, dass das Meereis in wichtigen Küstengebieten 70 bis 100 % schneller dünner wird als bisher angenommen.

Die Dicke des Meereises ist empfindlichein Indikator für die Gesundheit der Arktis. Dies ist wichtig, da das dickere Eis als isolierende Decke wirkt, die den Ozean davon abhält, die Atmosphäre im Winter zu erhitzen und ihn im Sommer auch vor Sonnenlicht abschirmt. Dünneres Eis wird während des schmelzenden arktischen Sommers auch weniger überleben.

Forschungstext

Frühere Berechnungen der Meereisdicke warenbasieren auf der Schneekarte: Sie wurde zuletzt vor 20 Jahren aktualisiert. Da sich immer später im Jahr Meereis zu bilden begann, sammelte sich auf den Gipfeln immer weniger Schnee an. Die neuen Berechnungen sind die ersten, die diesen Rückgang der Schneehöhe erklären, und die Autoren gehen auch davon aus, dass das Meereis viel schneller schmilzt als bisher angenommen.

Forscher berechnen die Dicke des Meereisesverwendetes Radar des CryoSat-2-Satelliten der Europäischen Weltraumorganisation. Indem Sie die Zeit berechnen, die Radarwellen benötigen, um vom Eis reflektiert zu werden, können Sie die Höhe des Eises über dem Wasser berechnen und die Gesamtdicke ermitteln.

Durch die Kombination von Schneemodellergebnissen mit SatellitendatenMithilfe von Radarbeobachtungen schätzten die Autoren die Gesamtrate des Rückgangs der Meereisdicke in der Arktis sowie Änderungen in der Meereisdicke. 

Sie fanden heraus, dass die Schmelzrate in dreiKüstenmeere - Laptev, Kara und Chukchi - stiegen im Vergleich zu früheren Berechnungen um 70, 98 bzw. 110%. Sie fanden auch heraus, dass in allen sieben Küstenmeeren die Variabilität der Meereisdicke von Jahr zu Jahr um 58 % zunahm.

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