Durch die Sammlung von Magmaproben vom Vulkan Fagradalsfjall in Island haben Wissenschaftler den Ausbruchsprozess neu überdacht.
Geologen der Universität Island haben es versuchtum herauszufinden, wie tief im Mantel des Fagradalsfjall das Magma entstand, wie tief unter der Oberfläche es gespeichert war und was im Reservoir vor und nach dem Ausbruch geschah.
„Es wurde angenommen, dass sich die Magmakammer langsam entwickeltfüllt sich mit der Zeit und wird dort aktiv gemischt. Und dann entleert es sich während der Eruption“, erklären die Wissenschaftler. Dies ist ein strukturierter zweistufiger Prozess. Geologen erwarten keine signifikanten Änderungen in der chemischen Zusammensetzung von Magma, wenn es aus der Erde fließt, wie etwa am Mount Kilauea auf Hawaii.
Die Probenahmestellen sind mit weißen Rauten gekennzeichnet.
Foto: Natur (2022). DOI: 10.1038/s41586-022-04981-x
Aber in Island ist die Veränderungsrate entscheidendchemische Indikatoren sind fast 1.000 Mal höher. In einem Monat zeichnete sich die Fagradalsfjall-Eruption durch eine größere Variabilität in der Zusammensetzung des Magmas aus als im Kilauea über Jahrzehnte. Das Gesamtspektrum der chemischen Zusammensetzung dieses Ereignisses ist ähnlich wie bei allen Eruptionen im Südwesten Islands in den letzten 10.000 Jahren.“
Laut Wissenschaftlern trat diese Variabilität in aufdas Ergebnis aufeinanderfolgender Magmaströme, die aus tieferen Schichten des Mantels in die Kammer eintreten. Dies deutet darauf hin, dass Vulkane auf ganz andere Weise ausbrechen können, als Wissenschaftler bisher angenommen haben.
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Titelfoto: Berserkur, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons