Im menschlichen Körper wurde ein Molekül gefunden, das die Gehirnzellen stört

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in im Labor gezüchteten Zellen, die RNA-Wiederholungen und davon abgeleitete Proteine ​​enthalten,

vereinigen. Dadurch bilden sich feste, gelartige Ansammlungen im Zytoplasma. Sie verursachen schwere Zellschäden.

Cluster können den Kern drücken und verformen,beeinflussen, wie Moleküle ein- und austreten. Sie fangen auch andere Moleküle ein, damit sie ihre Arbeit nicht tun können und schließlich die Zelle töten.

Eine der Arten von Molekülen, die einfangenzytoplasmatische Ansammlungen, - RNA-bindende Proteine. Sie sind an der Genexpression beteiligt. Es ist bekannt, dass diese Proteine ​​bei Reexpansionsstörungen fehllokalisieren. Aber der Mechanismus, wie dies geschieht, ist nicht ganz klar. Die Autoren der neuen Studie glauben, dass die Antwort in zytoplasmatischen RNA-Clustern liegt – RNA-bindende Proteine ​​bleiben in ihnen stecken.

Es gibt vier Arten von Molekülen in der menschlichen DNA:Adenin, Cytosin, Thymin und Guanin. Diese sind als Nukleotide bekannt, die entlang der Stränge verlaufen, aus denen Chromosomen bestehen. Da es nur vier davon gibt, ist es nicht verwunderlich, dass sich irgendwo im Genom eine kurze DNA-Sequenz wiederholt. Wenn dies jedoch zu oft hintereinander passiert (zig oder hundert), wird es zu einem Problem für die Zellen. Reexpansionsstörungen sind eine Kategorie von neurologischen Störungen, die durch übermäßige Wiederholung verursacht werden. Sie verursachen Neurodegeneration, Muskeldystrophie und verschiedene Störungen im Gehirn.

Als Ergebnis können einige Basen in RNAhaften aneinander, und lange RNA-Stränge mit "Wiederholungen" neigen sehr dazu, sich zu verheddern. Zum Beispiel: Ebenso rollt sich ein langes Stück Klebeband eher zusammen und klebt an sich selbst als ein kurzes.

Die Ergebnisse der Studie werden in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

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Titelbild: Feste Klumpen aus Repeat-haltiger RNA (hellgrün) und Protein verformen den Zellkern (blau). Bildnachweis: Michael Das/Whitehead Institute