Ein auf Borneo entdecktes Skelett zwingt zu einer Revision der Geschichte der antiken Medizin.
Davor die früheste bekannte Amputationbetraf ein 7.000 Jahre altes Skelett, das in Frankreich gefunden wurde. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die steinzeitlichen Jäger und Sammler, die in der heutigen indonesischen Provinz Ost-Kalimantan lebten, über ausgefeilte medizinische Anatomiekenntnisse verfügten.
Dem gefundenen Skelett fehlen der linke Knöchel und der Fuß.Gleichzeitig wurde den Wissenschaftlern klar, dass sie absichtlich entfernt wurden. Das Skelett gehörte einem Mann, der im Alter von etwa 20 Jahren starb. Trotz der unglaublichen Amputation lebte er offenbar noch sechs bis neun Jahre nach der Operation. Und das bedeutet, dass die alten Menschen wussten, wie man Wunden versorgt.