Ein von der UCSF geleitetes Forschungsteam nutzte die Instrumente
In seiner Arbeit zur Veröffentlichung in der Zeitschrift angenommenNature verwendeten die Wissenschaftler einen am Teleskop montierten Nahinfrarot-Spektrographen (NIRSpec). Dieses Instrument erzeugt ein hochauflösendes "Transmissionsspektrum", das das Licht zeigt, das die Atmosphäre eines Planeten passiert hat.
Der Anteil des Lichts eines Sterns bei verschiedenen Wellenlängen, der blockiert wird, wenn ein Planet vor dem Stern vorbeizieht. Bild: NASA, ESA, CSA, Leah Hustak (STScI), Joseph Olmsted (STScI)
Atome und Moleküle in der Atmosphäre verlassen einzigartig"Fingerabdrücke" im Lichtspektrum, das sie durchdringt. Diese Abdrücke sehen aus wie Linien mit unterschiedlichen Wellenlängen, erklären die Wissenschaftler. Je höher die Auflösung des Geräts ist, desto genauer ist es möglich, die Zusammensetzung und die physikalischen Eigenschaften des Objekts wiederherzustellen.
Frühere Studien mit TeleskopenSpitzer und Hubble haben gezeigt, dass WASP-39b eine kohlendioxidreiche Atmosphäre haben könnte. Eine neue Webb-Studie bestätigt diese Hypothese. Die Atmosphäre des Planeten enthält neben Kohlendioxid noch einen weiteren Stoff, den Planetenforscher bisher nicht bestimmen konnten. Sie hoffen, dass dieses Rätsel in zukünftigen Forschungen gelöst wird.
Der Anteil des Lichts unterschiedlicher Farben, der blockiert wird, wenn ein Planet vor einem Stern vorbeizieht. Bild: NASA, ESA, CSA und L. Hustak (STScI)
Wissenschaftler stellen fest, dass WASP-39b der erste istein Exoplanet, dessen Atmosphäre Kohlendioxid enthält, das ein wichtiger Bestandteil der Atmosphären von Planeten in unserem Sonnensystem ist. Es wurde sowohl auf Gesteinsplaneten (Mars und Venus) als auch in der Atmosphäre von Gasriesen (Jupiter und Saturn) gefunden. Dieses Gas ermöglicht es, den Gesamtgehalt an schweren Elementen in der Atmosphäre des Planeten abzuschätzen.
Forscher sagen, WASP-39b ist esähnlich Saturn. Die Metallizität von Saturn ist zehnmal so hoch wie die der Sonne, und WASP-39b scheint auch etwa zehnmal so stark an schweren Elementen angereichert zu sein wie die Sonne.
Auf dem Cover: eine künstlerische Darstellung des Planeten WASP-39b. Quelle: NASA, ESA und G. Bacon (STScI)
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