Das James-Webb-Weltraumteleskop zeichnete deutliche Spuren von Wasser sowie Hinweise darauf auf
Die Zusammensetzung der Atmosphäre wurde dank bestimmtaußergewöhnliche Empfindlichkeit der Instrumente des Weltraumteleskops, stellt die Europäische Weltraumorganisation fest. Bei ihrer Arbeit nutzten die Wissenschaftler Daten, die mit dem Near-Infrared Imaging and Slitless Spectrograph (NIRISS) gewonnen wurden.
Transmissionsspektrum, erhalten aus einer einzelnen NIRISS-Beobachtung. Bild: NASA, ESA, CSA und STScI
Das wissenschaftliche Instrument maß das Licht des WASP-96-Systems6,4 Stunden lang, während sich der Planet um den Stern bewegte. Das Ergebnis war eine Lichtkurve, die die allgemeine Abschwächung des Sternenlichts während des Transits zeigt, und ein Transmissionsspektrum, das die Änderung der Helligkeit einzelner Wellenlängen des Infrarotlichts im Bereich von 0,6 bis 2,8 Mikrometer zeigt.
Die Lichtkurve bestätigte bereits bekannte EigenschaftenPlaneten: Größe und Umlaufbahn von WASP-96 b. Außerdem zeigte die Studie Anzeichen von Wasser und Dunst in der Atmosphäre sowie die Existenz von Wolken. Früher wurde angenommen, dass sie nicht auf diesem Planeten sein könnten.
Die Lichtkurve eines Planeten, der vor einem Stern vorbeizieht. Bild: NASA, ESA, CSA und STScI
WASP-96 b ist einer von mehr als 5.000bestätigte Exoplaneten in der Milchstraße gefunden. Dieser gewaltige Gasriese befindet sich etwa 1.150 Lichtjahre von der Erde entfernt. Sein Durchmesser beträgt etwa das 1,2-fache des Jupiters, und seine Masse ist etwa halb so groß wie die eines Gasriesen im Sonnensystem.
Der Abstand zwischen WASP-96 b und seinem Stern ist neunmal kleiner als der Abstand zwischen Merkur und der Sonne. Es überrascht nicht, dass ein „Jahr“ auf diesem Planeten 3,5 Erdtage dauert und die Temperatur 500 °C übersteigt.
Zuvor hatte die NASA das erste Bild des James-Webb-Teleskops präsentiert. Das Bild des massereichen Galaxienhaufens SMACS 0723 erwies sich als das bislang tiefste Bild des Universums.
Titelbild: Maschinenhaus
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