Große Gruppen von Heringswalen zum ersten Mal seit Jahrzehnten in der Antarktis gesichtet

Forscher um die Universität Hamburg beobachteten die Fütterung großer Gruppen

Finnwale im traditionellen Gebiet auf Elephant Islandin der Antarktis. Bei zwei Expeditionen erfassten die Forscher Hunderte von Gruppen von Finnwalen, von kleinen Ansammlungen von wenigen Individuen bis hin zu acht riesigen Ansammlungen von bis zu 150 riesigen Walen.

Das merken die Forscher früher andokumentierte Fütterungsgruppen umfassten maximal etwa ein Dutzend Wale. Anhand von Daten aus ihrer Forschung schätzten die Autoren einer in Scientific Reports veröffentlichten Studie, dass in der Antarktisregion bis zu 8.000 Finnwale leben könnten. Dies deutet auf eine allmähliche Erholung der Walpopulation hin.

Video: Helena Herr et al., Wissenschaftliche Berichte

Finnwal (Balaenoptera physalus quoyi) ist ein Wal ausZwergwalfamilie und das zweitgrößte Tier der Erde. Sie sind auch als Ruderwal und Zwergwal bekannt. Diese Tiere erreichen eine Länge von bis zu 27 m und sind nach Blauwalen die zweitgrößte Größe.

Heringswale sind durch den industriellen Walfang gefährdet. Als der Fang dieser Tiere 1976 verboten wurde, war die Population der Finnwale auf 1-2 % der Erwachsenen zurückgegangen.

„Sie wurden auf 1 % oder 2 % der ursprünglichen Zahl reduziert. Wir sprechen von ein paar tausend Tieren, die auf der gesamten südlichen Hemisphäre übrig geblieben sind“, sagte Helena Herr, Co-Autorin der Studie, gegenüber ABC News.

Video: Helena Herr et al., Wissenschaftliche Berichte

Finnwale werden 70 bis 80 Jahre alt und in der RegelWeibchen produzieren jeweils ein Junges. Das bedeutet, dass sich die Population nur sehr langsam erholt. Die Zunahme der Anzahl Heringswale auf der Südhalbkugel sei ein Zeichen dafür, dass Schutzmaßnahmen für diese Tiere greifen, betonen die Forscher.

Titelbild: Helena Herr et al., Scientific Reports

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