Mysteriöse Inschriften, die auf einem alten Manuskript gefunden wurden: Sie wurden ohne Tinte gemacht

Auf den Seiten eines frühmittelalterlichen Buches wurden versteckte, ohne Tinte geschriebene Notizen gefunden. Jetzt ist es gespeichert

in der Bibliothek der Universität Oxford in England.

Forscher glauben, dass dies die Arbeit isteine hochrangige, hochgebildete Frau. Zu der Zeit, als die Notizen gemacht wurden – vor 1200 Jahren –, als nur die Elite lesen und schreiben konnte. Viele der Kritzeleien enthalten den altenglischen Frauennamen Edburgh, von dem Forscher glauben, dass er der Person gehört, die die Notizen gemacht hat.

Geheime Einträge und Zeichnungen auf den Seitenein seltenes Manuskript, bekannt als MS Selden Supra 30, das zwischen 700 und 750 n. Chr. in Südengland angefertigt wurde. Bildquelle: ARCHIOX/Bodleian Libraries

Die Bedeutung fast unsichtbarer Skizzen auf den Seitenbleibt unklar. Eine Seite zeigt einen Mann mit ausgestreckten Armen, der einen Arm zum anderen streckt. Er wiederum hebt seine Hand, als würde er die Bewegungen des Partners stoppen. Was das bedeutet, wissen Wissenschaftler nicht. Eine Theorie besagt, dass Eadburgh ihren Namen schrieb, um Passagen von MS Selden Supra 30 hervorzuheben, die für sie von Bedeutung waren. Es handelt sich um eine lateinische Kopie der Apostelgeschichte und wurde zwischen 700 und 750 n. Chr. im Süden Englands angefertigt.

Diese Zeichnung zeigt eine Person mit ausgestreckten Armen, die nach einer anderen Person greift. Bildquelle: ARCHIOX/Bodleian Libraries

Bisher haben Wissenschaftler diesen Namen entdecktEadburg ist vollständig auf fünf verschiedenen Manuskriptseiten geschrieben. Weitere abgekürzte Formen des Namens, darunter E, EAD und EADB, tauchten am Rand dieser und anderer Seiten noch zehnmal auf.

Edburgh, ein weiblicher altenglischer Name, wird ohne Tinte geschrieben. Bildnachweis: ARCHIOX/Bodleian Libraries

Das Manuskript wurde verarbeitungstechnisch untersuchtBilder, die im Rahmen des Bodleian-Projekts Analyzing and Recording Cultural Heritage in Oxford (ARCHiOx) in Zusammenarbeit mit der Factum Foundation entwickelt wurden, einer gemeinnützigen Gruppe aus Spanien, die alte Kunstwerke mithilfe digitaler Technologie konserviert. Das Projekt wurde vom britischen Helen Hamlyn Trust gefördert.

Eine digitale Rekonstruktion der ersten Seite des Manuskripts zeigt oben links eine tintenlose Inschrift.
Bildquelle: ARCHIOX/Bodleian Libraries

Wissenschaftler haben versteckte Wörter und Bilder entdecktan einem seltenen Manuskript unter Verwendung der photometrischen Stereoaufnahmemethode. Durch veränderte Lichtverhältnisse erstellt das System ein 3D-Modell der Objektoberfläche. Dabei werden kleine Markierungen sichtbar, die etwa ein Fünftel der Breite eines menschlichen Haares betragen.

Weiter lesen:

Das Ei wurde aus dem Weltraum abgeworfen: Schauen Sie, was damit passiert ist

Gehirnfressende Amöbe breitet sich in den USA aus: Gefahr für Russland

Sehen Sie, wie eine Frau Thora aussieht. Sie lebte vor 800 Jahren

</ p>