Ein Experiment von Forschern der Universität Kobe, Japan, zeigte, dass die Aktivierung eines endogenen Retrovirus
Wissenschaftler führten eine Reihe von Experimenten mit Mäusen durchInsbesondere wurde eine MRT-Untersuchung durchgeführt. Einige der Tiere litten an idiopathischem Autismus, einer Krankheit ohne bekannte Ursache. Gehirnscans von zwei verschiedenen, aber verwandten Mäusestämmen – BTBR/J und BTBR/R – zeigten strukturelle Unterschiede in 33 Gehirnregionen. Am auffälligsten waren sie im Corpus callosum, einem Nervenbündel, das beide Gehirnhälften verbindet. Bemerkenswerterweise hatten BTBR/R-Mäuse mehr aktive virale DNA-Insertionen als ihre nicht-autistischen Gegenstücke.
Insgesamt ergab die Genom- und Transkriptomanalysedass BTBR-Mausmodelle für Autismus erhöhte Werte endogener retroviraler Gene aufweisen. BTBR/R-Modelle zeigten Unterschiede in der Expression verschiedener Gene, die auf die Aktivierung endogener Retroviren hinweisen. Außerdem zeigten diese Tiere autistisches Verhalten, ohne dass die Lernfähigkeit nachließ.
Autismus (Autismus-Spektrum-Störung)ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die trotz einer schnell wachsenden Zahl von Patienten noch weitgehend unerforscht ist. ASD ist eng mit genetischen Faktoren verbunden und kann durch Anomalien in der DNA-Struktur wie Variationen der Kopienzahl verursacht werden.
Tiermodelle, insbesondere Mäuse, kommen häufig vorwerden in der Forschung verwendet, um Licht auf die Pathologie von Autismus zu werfen. Unter diesen ist BTBR/J ein Mausmodell für den natürlichen Ausbruch von Autismus. Dies wird normalerweise in der Forschung verwendet. Der Zweck dieser Studie bestand darin, durch eine vergleichende Analyse von BTBR/J und seinem Subtyp BTBR/R Aufschluss über den Mechanismus dieser autismusähnlichen Verhaltensstörungen zu geben.
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