Forscher aus Neuseeland haben einen ungewöhnlichen Faktor entdeckt, der das Ausmaß beeinflussen könnte
Eine gründliche Untersuchung der Subduktionszone ist erforderlichgenaue Vorhersage von Erdbeben. Doch seine Lage im Meer und seine Tiefe erschweren diesen Prozess. In der neuen Studie untersuchten Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Caroline Boulton von der University of Wellington eine felsige Klippe an der Hungaroa-Verwerfung, die an den Rändern der Hikurangi-Subduktionszone liegt.
Tektonische Lage der Hikuranga-Subduktionsgrenze und der Hungaroa-Verwerfungszone in Tora. Abbildung: DOI: 10.1016/j.lithos.2022.106831
Besonderes Augenmerk legten sie auf die Kalksteinschichten,Ton- und Schluffstein auf einer Klippe 35 km südöstlich von Martinborough. Die Gesteine dienten als Indikator für das Geschehen in einer marinen Subduktionszone. Sie erschienen vor 35 bis 65 Millionen Jahren.
Forscher haben herausgefunden, dass diese Gesteine eine große Menge davon enthaltenMenge an Calcit. Es handelt sich um ein häufig vorkommendes Karbonatmineral, das in diesem Fall von alten einzelligen Meeresorganismen, meist Foraminiferen wie Plankton, übrig bleibt. Kalzitablagerungen von längst verstorbenen winzigen Meeresorganismen könnten die mechanische Interaktion zweier riesiger tektonischer Platten beeinflussen, stellten die Wissenschaftler fest.
Wenn sich Calcit in ausreichend großer Menge auflöstMengen, es wird die Kluft schwächen. Dadurch können die beiden tektonischen Platten sanft gleiten, ohne dass es an der Oberfläche zu spürbaren Erdbeben kommt. Wenn sich das Gestein jedoch nicht auflöst, wird die Verwerfungslinie blockiert und die gespeicherte Energie wird schließlich in Form eines großen Erdbebens freigesetzt. In der Hikurangi-Subduktionszone in Neuseeland besteht eine Wahrscheinlichkeit von 26 %, dass dies innerhalb der nächsten 50 Jahre geschieht. Zu diesem Schluss kamen Wissenschaftler.
Die Hikurangi-Subduktionszone ist die größteeine Verwerfung an der neuseeländischen Plattengrenze, die vor der Ostküste der Nordinsel verläuft, wo zwei Platten aufeinandertreffen. Hier taucht die Pazifische Platte unter die Australische Platte ab. In der Region kann es zu starken Erdbeben kommen, wobei eine Stärke von mehr als 8 aktenkundig als möglich angesehen wird.
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Titelfoto: Alan Levine