Neue präklinische Modelle haben Wissenschaftlern dabei geholfen, zu zeigen, wie die Atmung während des Schlafs gestört wird
Forscher haben schon lange einen ständigen Zusammenhang entdecktzwischen Schlafapnoe und verschiedenen Arten von Demenz. Eine Anfang des Jahres veröffentlichte systematische Übersicht bestätigte diesen Zusammenhang. Allerdings quält Wissenschaftler schon lange die Frage, ob Schlafapnoe zur Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen beiträgt oder ob Atembeschwerden an sich schon ein Frühsymptom sind.
Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSA) -eine Krankheit, bei der der Patient schnarcht, es zu einem periodischen Kollaps der oberen Atemwege auf Höhe des Rachenraums und Atemstillständen kommt, die Sauerstoffsättigung des Blutes abnimmt und es zu einer ausgeprägten Störung der Struktur, Dauer und Tiefe des Schlafes kommt.
Biologen haben eine Methode zur Modellierung von Störungen entwickeltAtmung im Schlaf bei Mäusen. Ziel ist es, die Hauptmerkmale der Schlafapnoe zu reproduzieren und ihre Auswirkungen auf das Gehirn zu untersuchen, ohne dass andere zugrunde liegende Diagnosen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes vorliegen.
Es stellte sich heraus, dass Hypoxie dasselbe verursachtselektive Degeneration von Neuronen, die auch für Demenz charakteristisch ist. Wissenschaftler sind daher zu dem Schluss gekommen, dass Schlafapnoe ein Risikofaktor ist, der zur Entstehung der Alzheimer-Krankheit beiträgt.
CPAP. Foto: en.freepik.com
Wissenschaftler erklärten auch, ob aktivBehandlung von Schlafapnoe, um das Risiko einer Demenzentwicklung zu verringern. Die gebräuchlichste Behandlungsmethode ist die Verwendung eines CPAP-Geräts (vom englischen Constant Positive Airway Pressure, CPAP). Dabei handelt es sich um ein Gerät, das für künstliche Beatmung sorgt und Hypoxie im Schlaf verhindert.
Wissenschaftler konnten kein CPAP für Mäuse finden,aber experimentell verhinderte Hypoxie. Letztendlich wurden kognitive Beeinträchtigungen und das Absterben von Neuronen gestoppt und auch die Alzheimer-Pathologie reduziert. „Dies deutet darauf hin, dass eine CPAP-Therapie bei obstruktiver Schlafapnoe das Demenzrisiko senken könnte“, schlussfolgern die Wissenschaftler.
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