Neandertaler haben eine „Trophäen“-Sammlung von Schädeln von Nashörnern, Bisons und Hirschen gesammelt

Ein Forscherteam aus Spanien, Portugal und Österreich entdeckte eine große Anzahl von Tierschädeln

Höhle Cueva des Cubierta, gelegen inRegion Madrid in Spanien. Sie wurden vorsichtig von den Körpern entfernt und auf verschiedene Weise mit Werkzeugen und teilweise auch mit Feuer „verarbeitet“. Nach Angaben der Autoren der Studie handelt es sich bei dieser Sammlung um Jagdtrophäen.

Beim Erkunden bisher unerforschter RäumlichkeitenHöhlen haben Archäologen mehrere über den Boden verstreute Tierknochen und eine große Anzahl von Schädeln großer Pflanzenfresser entdeckt. Alle Schädel sind durch das Vorhandensein von Hörnern oder anderen Knochenformationen vereint. Die meisten Schädel gehörten einst Bisons oder Auerochsen, ausgestorbenen Kühen. Darüber hinaus umfasste die "Sammlung" die Schädel von fünf männlichen Hirschen (mit Hörnern) und zwei Nashörnern.


In der Höhle Cueva des Cubierta gefundene Schädel von Bisons (links) und Nashörnern (rechts). Bilder: Enrique Baquedano et al., Nature Human Behavior

Die Höhle Cueva des Cubierta wurde bereits 1978 entdeckt.Seitdem haben Archäologen die mehrstöckige Höhle besucht und untersucht. Es wird angenommen, dass die Neandertaler diesen Ort für Rituale nutzten. Im Laufe der Jahre der Forschung wurden hier Knochen und Werkzeuge sowie die Überreste eines Neandertalerkindes gefunden.

Die Forscher glauben, dass die Entdeckung eines solchenEine große Sammlung von Schädeln schließt die Version der Aufbewahrung der Essensreste aus. Die Schädel waren groß und schwer und wurden nicht als Nahrung verwendet, was darauf hindeutet, dass ihre Anwesenheit in der Höhle einem anderen Zweck diente. Archäologen vermuten, dass dies Jagdtrophäen waren, die an einem Ort gesammelt wurden.

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Auf dem Cover: die Ausgrabungsstätte. Foto: Enrique Baquedano et al., Nature Human Behavior