Neues Material für Quantenautobahnen hält Elektronen nicht auf

Forscher der Pritzker School of Molecular Engineering an der University of Chicago haben ein neues Modell entwickelt

Material MnBi₆Te₁₀.Damit können Quantenautobahnen geschaffen werden, auf denen sich Elektronen bewegen. Solche elektronischen Rückgrate werden nützlich sein, um die internen Komponenten leistungsstarker, energieeffizienter Quantencomputer zu verbinden.

Wenn sich Elektronen traditionell bewegenMetalldrähte verlieren sie eine kleine Menge Energie in Form von Wärme. Auch einige ihrer inneren Eigenschaften ändern sich. Und deshalb können diese Drähte nicht verwendet werden, um Teile von Quantencomputern zu verbinden, die Daten über die Quanteneigenschaften von Elektronen kodieren.

Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass MnBi₆Te₁₀ als magnetischer topologischer Isolator wirkt, der Elektronen um den Umfang herum bewegt, während die Elektronenenergie und die Quanteneigenschaften beibehalten werden.

„Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung topologischer Quantencomputer“, erklären die Wissenschaftler.

Die Autoren der neuen Studie erhielten MnBi₆Te₁₀ ausMitarbeiter des 2D Crystal Consortium an der University of Pennsylvania. Die Physiker nutzten dann eine Kombination aus zwei Ansätzen – der winkelaufgelösten Photoemissionsspektroskopie und der Transmissionselektronenmikroskopie. Ziel ist es herauszufinden, wie sich Elektronen in MnBi₆Te₁₀ verhalten und wie ihre Bewegung vom magnetischen Zustand abhängt.

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Auf dem Cover:Die Wissenschaftler haben gezeigt, wie MnBi₆Te₁₀, dargestellt in Violett (Tellur), Blau (Wismut) und Grün (Mangan), als magnetischer topologischer Isolator wirken kann, der elektrischen Strom (blau) entlang der „Quantenautobahn“ leitet, ohne Energie zu verlieren. Die Studie zeigte, dass die konzertierte Wirkung verschiedener Materialdefekte der Schlüssel zu quantenelektronischen Eigenschaften ist. Bildnachweis: Universität von Chicago