Ozeanplatten werden langsamer: Wissenschaftler wissen nicht, warum das passiert

Die Autoren der neuen Arbeit analysierten Proben ozeanischer Kruste von 18 mittelozeanischen Rücken. Sie

entstand vor etwa 19 Millionen Jahren.

Der Mittelozeanische Rücken (MOR) ist ein Bergdurch Plattentektonik gebildetes System auf dem Meeresboden. Es hat normalerweise eine Tiefe von etwa 2.600 m und erhebt sich etwa zwei Kilometer über den tiefsten Teil des Unterwasserbeckens. Hier wird der Meeresboden auseinandergedrückt.

Es stellte sich heraus, dass der Prozess der Bildung neuer Kruste vor 15 bis 16 Millionen Jahren am schnellsten war: Jedes Jahr entstanden etwa 200 mm. Heute ist die Geschwindigkeit um ein Drittel zurückgegangen – 140 mm pro Jahr.

Die Autoren betonen, dass sie die Daten in angebenDurchschnitt. Und in Wirklichkeit verändert sich jeder Kamm in seinem eigenen Tempo und könnte in dieser Zeit merklich oder schwach wachsen – oder im Gegenteil sogar abnehmen. Dennoch ist die globale Verlangsamung offensichtlich.

Die Gründe für diesen Prozess bleiben bestehenForscher unbekannt. Das Team stellte die Hypothese auf, dass dies auf eine verzögerte Subduktion zurückzuführen ist, ein Prozess, bei dem die ozeanische Lithosphäre an konvergenten Grenzen in den Erdmantel zurückkehrt.

In den letzten Millionen Jahren wurde ein Teil der Bergketten,wie der Himalaya und die Anden, ist deutlich gewachsen. Diese Masse erhöht den Widerstand der Kontinentalplatten gegenüber den Ozeanplatten, die unter ihnen liegen. Die Subduktion verlangsamt sich, und damit ist es laut Wissenschaftlern schwierig, die ozeanischen Platten auseinanderzudrücken, und die Ausbreitung verlangsamt sich.

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