Paläontologen haben Überreste von Knochenfischen, bizarre „krokodilartige“ Amphibienknochen sowie 11 gefunden
Ichthyosaurier sind eine ausgestorbene Gruppe von MeeresreptilienReste davon sind auf der ganzen Welt zu finden. Diese Tiere dominierten die aquatische Umwelt zur gleichen Zeit wie die Dinosaurier nach dem großen (Perm-)Aussterben. Es wird angenommen, dass sich diese Landtiere an das Leben auf hoher See angepasst haben und eine Nische besetzten, die nach dem Aussterben der traditionellen Meeresbewohner dieser Zeit frei wurde.
Antike Ichthyosaurier-Wirbel entdecktauf Spitzbergen in Gesteinen, bei denen es sich um Kalkablagerungen handelt, die sich vor etwa 250 Millionen Jahren um verwesende Überreste auf einem alten Meeresboden ablagerten. Dies bedeutet, dass diese Reptilien bereits etwa 2 Millionen Jahre nach dem Aussterben im Perm verbreitet waren.
CT-Scan (links) und Längsschnitt (rechts) eines der gefundenen Wirbel. Bild: Benjamin P. Kear et al., Current Biology
Die gefundenen Wirbel stimmen jedoch nicht übereinVorstellungen über die alten „Vorgänger der Ichthyosaurier“. Sie sind identisch mit den Knochen geologisch viel späterer Reptilien mit größeren Körpern. Darüber hinaus spiegelt die innere Mikrostruktur der Knochen adaptive Merkmale wie schnelles Wachstum, gesteigerten Stoffwechsel und einen vollständig ozeanischen Lebensstil wider.
Neue Daten widerlegen traditionelleVorstellungen über die Entwicklung der Ichthyosaurier: Diese Tiere wechselten offenbar schon vor Beginn des großen Aussterbens zu einer marinen Lebensweise. Die Vorstellung, dass Landreptilien nach dem Aussterben von Meeresräubern in flache Küstengebiete eingedrungen sind und sich an die aquatische Umwelt angepasst haben, findet keine Unterstützung. Wahrscheinlich tauchten die ersten marinen Tetrapoden vor der Katastrophe auf, überlebten aber das Massensterben und besetzten nicht nur eine freie Nische.
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Auf dem Umschlag: künstlerische Darstellung der Meeresbewohner in der frühen Trias-Zeit. Bild: Esther van Hulsen