Auf dem Mars entdeckte unterirdische Gletscher, die den globalen Ozean auf dem Planeten bilden können

Die Studie wurde von Stefano Nerozzi, einem Doktoranden der University of Texas an der University of Austin, durchgeführt

Geophysics (UTIG) und Jack Holt von Lunar andPlanetenlabor der Universität von Arizona (LPL). In ihrer Studie verwendeten die Wissenschaftler Daten, die mit dem auf dem Mars-Aufklärungssatelliten installierten Shallow Radar-Gerät (SHARAD) erfasst wurden. Mit Radar wird die Struktur der unterirdischen Schichten der Marsoberfläche in einer Tiefe von 2,4 km erfasst.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass etwa 1,6 km unterDer Nordpol des Mars besteht aus mehreren Schichten Sand und Eis. In einigen Gegenden bestehen diese Schichten zu 90% aus Wasser und werden als Überreste antiker Polareisplatten angesehen. Im Falle des Auftauens schaffen sie einen globalen Ozean mit einer Tiefe von mindestens 1,5 m. Wie Nerozzi erklärte, war dieser Befund ziemlich erstaunlich.

"Wir hatten nicht erwartet, hier so viel Wassereis zu finden", sagte er. "Es ist wahrscheinlich das drittgrößte Reservoir auf dem Mars nach den polaren Eiskappen."

Grundsätzlich handelt es sich um unterirdische Eisreserven"Aufzeichnungen" vergangener Klimaveränderungen. Ihre Analyse könnte einige sehr interessante Dinge über die Geschichte des Planeten enthüllen. Die Geometrie und Zusammensetzung dieser Schichten kann Wissenschaftlern dabei helfen, festzustellen, ob das Marsklima jemals für das Leben günstig war.

Wie das ganze Wasser dorthin kam,Die Autoren der Studie vermuten, dass sich in früheren Perioden der Erwärmung und Abkühlung auf dem Mars Gletscher gebildet haben. Wissenschaftler wissen seit langem, dass auf dem Mars Gletscherphänomene auftreten, die durch Veränderungen der Umlaufbahn und der Neigung des Planeten verursacht werden (ähnlich wie auf der Erde).

Für ungefähr fünfzigtausend Jahre Der Mars neigt sich der Sonne zu und kehrt dann allmählich in eine vertikale Position zurück. Wenn der Mars vertikaler ist, erwärmt sich die Äquatorregion, während sich die Nordpolregion abkühlt und die Eiskappen vorrücken. Wenn sich der Planet zur Sonne neigt, erwärmt sich die Polarregion und die Eiskappen schmelzen.

Zu dieser Zeit waren die Überreste der Eiskappen mit Sand bedeckt, der sie historisch vor Sonneneinstrahlung und Zerstreuung in die Atmosphäre schützte.