Schweine-Kollagen-Hornhaut stellt Blinden das Sehvermögen wieder her

Ein internationales Forscherteam hat eine künstliche Hornhaut aus Schweinekollagen entwickelt.

Nach der Transplantation erlangten blinde Patienten mit Keratokonus wieder eine durchschnittliche Sehschärfe, darunter 100 % bei drei Teilnehmern klinischer Studien.

Die Forscher folgten zwei GruppenProbanden aus dem Iran und Indien innerhalb von zwei Jahren nach der Transplantation. Die Studie zeigte, dass bei allen Teilnehmern des Experiments das Sehvermögen auf mindestens 20/58 wiederhergestellt wurde. Das bedeutet, dass sie aus einer Entfernung von 20 m Objekte sehen, die Normalsichtige aus einer Entfernung von 58 m sehen, gleichzeitig verbesserte sich das Sehvermögen um durchschnittlich 13,9 Dioptrien in Indien und 11,2 Dioptrien im Iran.

Zwei Jahre nach der Operation Patienten immer nochdiese Verbesserungen wurden beibehalten. Und obwohl ihre Hornhäute nun technisch gesehen fremdes biologisches Material enthalten, da Kollagen ein strukturiertes Protein ist, dem einzelne Zellen fehlen, hat das Immunsystem des Patienten das Implantat nicht abgestoßen. Gleichzeitig erholte sich die Hornhaut so weit, dass die Patienten Kontaktlinsen tragen konnten.

In Abbildung a:Foto des Auges vor (links) und nach (rechts) der Operation. Abbildung b: Optische Tomographiedaten, die eine anhaltende Verdickung und Regulierung der Hornhautkrümmung nach der Operation zeigen (unten). Bild: Mehrdad Rafat et al., Nature Biotechnology

Schweinehautkollagen ist ein NebenproduktProdukt der Lebensmittelindustrie, daher ist es überall verfügbar und billig. In ihrer Arbeit lösten die Forscher Schweinehautgewebe auf, um das Kollagen zu extrahieren, reinigten es und verwendeten es dann, um ein Hydrogel herzustellen, das die menschliche Hornhaut nachahmt. Das Hydrogel wurde in die Hohlräume der Hornhaut des Patienten injiziert, um sie zu verdicken und neu zu formen, um die Hornhautfunktion wiederherzustellen.

Bei allen Patienten, die an der Studie teilnahmen,Keratokonus wurde diagnostiziert. Dies ist eine Augenkrankheit, bei der die zentrale Region der Hornhaut dünner wird. Mit fortschreitender Krankheit wölbt sie sich allmählich nach außen und nimmt die Form eines Kegels an. Die Krankheit betrifft bis zu 2 von 1.000 Menschen und erfordert oft eine Operation, um einen Teil der beschädigten zentralen Hornhaut in voller Dicke zu entfernen und durch Spendergewebe zu ersetzen.

Die Verwendung von Schweinekollagen anstelle von Spenderorganen wird laut Wissenschaftlern dazu beitragen, die Zahl der Operationen deutlich zu erhöhen und mehr Menschen das Sehvermögen zurückzugeben.

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