Plastikpartikel aus der Verpackung gelangten zwei Stunden nach dem Essen ins Gehirn

Ein Forscherteam der Universitäten Wien und Debrecen hat den Mechanismus untersucht, der dies ermöglicht

Kunststoff-Nanopartikel verteilen sich überallKreislaufsystem. Die Studie zeigte, dass Polystyrolpartikel in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und in das Gehirn einzudringen. Dadurch steigt das Risiko für Entzündungen, neurologische Störungen und die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen.

Wissenschaftler führten eine Studie an sechs Mäusen durch.Drei von ihnen wurde oral mit Styropor injiziert, einem Kunststoff, der zum Beispiel für Lebensmittelverpackungen verwendet wird. Nach dem Fressen wurden die Tiere eingeschläfert und die Forscher sammelten Gehirnproben. Die Analyse zeigte, dass bereits zwei Stunden nach dem Essen Mikroplastikpartikel im Gehirn von Mäusen gefunden wurden.

Die Blut-Hirn-Schranke istein Netzwerk aus Blutgefäßen und Geweben, das Giftstoffe und Schadstoffe daran hindert, in das Gehirn einzudringen. Es ist eine Zellbarriere, die nur Wasser, Sauerstoff, Vollnarkose und Kohlendioxid in das Gehirn eindringen lässt.

Die Kunststoffpartikel müssen dadurch blockiert werdenaber, wie Wissenschaftler gezeigt haben, überwanden ziemlich kleine Elemente in Nanogröße den Schutz erfolgreich. Die Analyse zeigte, dass die Fähigkeit des Nanokunststoffs, die Barriere zu passieren, ein komplexer Prozess ist. Sie hängt von Faktoren wie der Größe der Partikel, der chemischen Zusammensetzung ihrer Oberfläche und der Art der Zellen ab, mit denen sie interagieren.

Forscher stellen fest, dass die AuswirkungenNanoplastik kann die Funktion des Nervensystems negativ beeinflussen. Während mehr Forschung betrieben wird, ist es wichtig, die Exposition und Verwendung solcher Inhaltsstoffe zu begrenzen, sagen sie.

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