Bei einer Sonneneruption wurden Funksignale beobachtet, die einem Herzschlag ähneln

Physiker haben die Quelle einer quasiperiodischen Pulsation während einer Sonneneruption der Klasse C identifiziert.

Mikrowellenimpulsartiges Signalentsteht durch quasiperiodische magnetische Umkonnektion in der Fackelstromschicht. Die Ergebnisse der Studie werden dazu beitragen, die physikalischen Prozesse der Energiefreisetzung bei Sonneneruptionen besser zu verstehen.

Quasi-periodische Pulsationen werden oft gefundenin Sonnen- und Sterneruptionen, sagen die Autoren der Arbeit, aber ihre Natur wurde noch nicht verstanden. Die Forscher beobachteten die Sonneneruption mit dem Radioteleskop EOVSA. Dieses Instrument untersucht die Sonne über einen breiten Bereich von Mikrowellenfrequenzen von 1 bis 18 GHz und reagiert empfindlich auf Radioemissionen, die von hochenergetischen Elektronen in der Sonnenatmosphäre emittiert werden.

Forscher haben ein starkes Signal identifiziertquasi-periodische Pulsation an der Basis der elektrischen Stromschicht, die sich über mehr als 25.000 km durch die Flare-Region erstreckt. In diesem Bereich konvergieren, brechen und verbinden sich entgegengesetzte Magnetfeldlinien, wodurch eine intensive Energie erzeugt wird, die die Fackel antreibt.

Zwei Regionen von Quellen quasiperiodischer Strahlung. Bild: Yuankun Kou et al., Nature Communications

Ähnliche Signale mit einem sich wiederholenden „Muster“ sind es nichtSelten bei Sonneneruptionen, stellen die Forscher fest. Aber zum ersten Mal konnten sie eine zweite Quelle entdecken, die sich entlang der ausgedehnten Strömungsschicht der Fackel befindet und auf die gleiche Weise pulsiert wie die Hauptquelle. 

Erstmals wurde ein quasi-periodisches Funksignal im Wiederverbindungsbereich detektiert. Diese Entdeckung wird uns helfen festzustellen, welche der beiden Quellen die andere verursacht hat.

Siji Yu, Co-Autor der Studie

Weitere Studien zeigten, dass in der aktuellenSchicht bilden sich magnetische Inseln oder blasenartige Strukturen, die sich quasi periodisch auf die Flare-Region zubewegen. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Anpassung der Geschwindigkeit der Energiefreisetzung. Der quasi-periodische Prozess führt zu einer wiederholten Produktion hochenergetischer Elektronen, die sich als Pulsationen im Mikrowellen- und weichen Röntgenbereich manifestieren.

Künstlerische Darstellung des Aufbaus einer Sonneneruption. Bild: Yuankun Kou et al., Nature Communications

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