Kuratoren des Cincinnati Art Museum in den USA haben in den Archiven einen bisher unbekannten „Zauberspiegel“ gefunden. Strahl
Hou-mei Sun fiel es bei der Arbeit im Archiv aufein Spiegel von etwa 23 cm Durchmesser, an dem ein leuchtend roter Faden befestigt war. Dieses Werk, das mehr als 50 Jahre in den Archiven aufbewahrt, aber zuvor nicht klassifiziert wurde, erinnerte die Forscherin an die "Zauberspiegel", die sie auf Ausstellungen sah. Hou-mei richtete einen Lichtstrahl auf seine Oberfläche und sah das Bild eines sitzenden Buddha.
Buddha im Spiegelbild. Bilder: Kunstmuseum von Cincinnati
„Magic“, „transparent“ oder „translucent“Spiegel sind eine Kunstform, die erstmals während der Han-Dynastie (202 v. Chr. - 220 n. Chr.) in China auftauchte. Wenn Licht auf sie projiziert wird, erscheinen die Spiegel transparent und geben versteckte Symbole oder dekorative Muster preis.
Die Forscher stellen fest, dass die Vorderseite des Spiegels eine polierte reflektierende Oberfläche ist und die Rückseite mit sechs Zeichen markiert ist, die den Namen von Buddha Amitabha bilden.


Zauberspiegel. Bilder: Cincinnati Art Museum
Antike Zauberspiegel sind äußerst schwierigmachen, und sie sind sehr selten. Außer den Han-Dynastie-Spiegeln im Shanghai Museum sind nur zwei weitere ähnliche Spiegel mit buddhistischen Motiven bekannt: der erste befindet sich im Tokioter Nationalmuseum und der andere im Metropolitan Museum of Art. Beide Spiegel wurden in Japan während der Edo-Zeit (1603–1867) hergestellt.
Vorläufige Untersuchungen zum Cincinnati-Spiegel zeigen, dass er älter als die beiden anderen ist und in China hergestellt wurde.
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