REM-Schlaf wärmt das Gehirn auf und schützt vor Unterkühlung

Forscher der University of California in Los Angeles haben in The Lancet einen Artikel veröffentlicht, der folgendes liefert:

Neue Erklärung für die Rolle der schnellen Augenbewegung (REM) im SchlafLeben warmblütiger Wesen. Die Autoren des Werkes glauben, dass es geschaffen wurde, um den Körper aufzuwärmen und seine Leistungsfähigkeit im Gefahrenfall aufrechtzuerhalten.

Das haben Wissenschaftler in der Natur festgestelltWarmblüter mit niedrigeren Körpertemperaturen neigen dazu, längere REM-Schlafphasen zu haben. Und bei Menschen und anderen Tieren mit einer höheren Körpertemperatur ist die Dauer dieser Phase normalerweise kürzer.

Forscher glauben, dass dieses Verhältnis nicht istzufällig. Während der REM-Phase wird das Gehirn sehr aktiv, was zu einem Anstieg der Herzfrequenz und Temperatur führt. Da der REM-Schlaf nach dem langsamen Schlaf kommt, in dem sich alle Prozesse verlangsamen, ist es notwendig, eine Unterkühlung zu vermeiden, sagen Wissenschaftler.

REM-Schlaf kann als thermostatisch betrachtet werdenein kontrollierter Erwärmungsmechanismus des Gehirns, der durch einen Temperaturabfall ausgelöst wird, der mit einer Abnahme des Stoffwechsels und des Energieverbrauchs während des Nicht-REM-Schlafs einhergeht.

Jerome Siegel, Forscher an der UCLA

Der Wissenschaftler stellt fest, dass dies aus diesem Grund möglich istzu saisonalen Schwankungen der Schlafdauer führen. Auch Tiere, die keinen Winterschlaf halten, schlafen im Winter länger. Gleiches gilt für den Menschen: In Jäger-Sammler-Gemeinden schlafen die Menschen in den Wintermonaten rund eine Stunde länger.

Um die Hypothese zu testen und mehr darüber zu erfahrenREM-Schlaf wollen die Forscher eine Reihe von Experimenten mit Tieren durchführen, die nur auf einer Halbkugel schlafen (wie Delfine und Pelzrobben). Solche Tiere benötigen keine zusätzliche Erwärmung, was bedeutet, dass ihr Mangel an REM-Schlaf die Hypothese bestätigen wird.

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