Forschung: Autoritäre Macht beeinflusst das Social-Media-Verhalten der Menschen

Portugiesische Forscher untersuchten, wie unterschiedliche politische Regime das soziale Verhalten der Menschen beeinflussen

Netzwerke.Sie assimilierten Daten von 6.750 Posts von 225 Facebook-Seiten verschiedener Marken in fünfzehn Ländern. Es stellte sich heraus, dass die Beziehungen der Menschen zu Behörden Einfluss darauf haben, wie Nutzer Beiträge im sozialen Netzwerk bewerten und kommentieren.

Wissenschaftler haben Engagement-Indikatoren klassifiziertnämlich die Anzahl der Likes, Reposts und Kommentare. Sie untersuchten auch, wie Menschen verschiedene Emojis – „Liebe“, „Wow“ und „lustig“ – verwenden, um einen Beitrag zu bewerten. Anschließend ergänzten die Experten die Analyse um Daten zur politischen Lage in verschiedenen Ländern.

Als Ergebnis haben Wissenschaftler mehrere gefundeninteressante Zusammenhänge. In Ländern mit geringem Individualismus und solchen, in denen sich die Behörden von Menschen distanziert haben, teilen Nutzer beispielsweise Nachrichten häufiger als sie kommentieren. Mit anderen Worten, je maßgeblicher die Regierung des Landes ist, desto mehr Menschen teilen einfach Beiträge, ohne sie zu kommentieren. Wissenschaftler haben auch herausgefunden, dass die Verwendung von „lustigen“ oder „wow“-Emoticons anstelle des üblichen „Gefällt mir“ auch mit einem höheren Maß an Individualismus im Staat verbunden ist.

Erinnern wir uns daran, dass Individualismus eine Moral istpolitische und gesellschaftliche Weltanschauung (Philosophie, Ideologie), die die individuelle Freiheit, die überragende Bedeutung des Einzelnen, die persönliche Unabhängigkeit im Rahmen der verfassungsmäßigen Rechtsordnung betont.

Wissenschaftler stellen fest, dass ihre Arbeit die erste istauf Basis realer, organisch erhobener Daten in Form von Engagement-Metriken veröffentlicht, um kulturelle Unterschiede zu analysieren. Sie wollen ihre Forschung fortsetzen.

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